Aus dem Gemeindebrief Dezember 2017 / Januar / Februar 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

die Adventszeit ist eine besinnliche Zeit. Behauptet wer? Für viele ist es eher eine stressige und hektische Zeit: Was muss nicht alles noch fertig werden im alten Jahr! Eine Weihnachtsfeier jagt die nächste. Die Wohnung will geputzt und der Kühlschrank gefüllt werden, bevor die Gäste zu Weihnachten kommen. Und dann heißt es: auf Geschenke-Jagd gehen in den überfüllten Geschäften. Wenn man sich die Weihnachtsgeschichten im Neuen Testament anschaut, dann ahnt man, dass es da auch eine Menge Aufregung und Stress gab: Bei der hochschwangeren Maria, ihrem hin und her gerissenen Verlobten Josef, im überfüllten Städtchen Betlehem oder unter den Hirten, die Nachtschicht hatten. Anders war es bei jenen Männern "aus dem Osten", den weisen Sterndeutern. Denn die hatten einen Plan und ein Ziel. Und deshalb sind sie ihren Weg beharrlich gegangen. Bis sie an der Krippe standen, Gottes Sohn vor Augen. Vielleicht sollten wir uns an ihnen ein Beispiel nehmen, Weihnachten ansteuern wie die Weisen.

Der Dichter Kurt Wolff hat das schön in Worte gefasst:

Wie die Weisen

prüfen und abwägen


beobachten und berechnen

wie die Weisen neugierig sein

und auf der Spur bleiben


auswählen und verwerfen

wie die Weisen

forschen und Ausschau halten


lehren und lernen

wie die Weisen

sicher sein und dem Stern folgen


fragen und auf Antwort warten

wie die Weisen

die Ratlosigkeit der Mächtigen ertragen

wie die Weisen

Geschenke machen und anbeten


träumen und Gottes Weisung erfahren

wie die Weisen

hören und entscheiden


aufbrechen und unterwegs sein

wie die Weisen

sich nicht irre machen lassen


umkehren und den Weg ändern

wie die Weisen

den König suchen und das Kind finden


den Herrn suchen und den Knecht finden

wie die Weisen

nach den Sternen greifen


und den Menschen finden.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht im Namen aller Mitarbeiter Ihr Pastor Jörn Kiefer.

Lebendige Herbergssuche – Besuche im Advent

Auch in diesem Jahr soll es wieder die Möglichkeit geben, mit unseren katholischen Geschwistern, Maria und Josef im Stall Quartier zu geben.

Einige von Ihnen haben vielleicht noch eine ganz lebendige Erinnerung an eine Begegnung in einem adventlich geschmückten Wohnzimmer. An anderen ist diese Möglichkeit der Begegnung vorüber gegangen. Wieder andere waren zu zaghaft, um sich auf den Weg zu machen.

So lassen Sie sich ermutigen, in diesem Jahr dabei zu sein.

Es gibt 2 Möglichkeiten, bei dieser Gemeinschaft erlebenden Aktion mit zu machen:

Sie können einerseits Ihre Türen öffnen und einladen und die Krippe selbst beherbergen. Dazu können Sie sich unter dem Link http://doodle.com/poll/3eay37d99g74qsd5 in eine Liste eintragen. An diesem Tag wird Ihnen die Krippe vom Vorgänger gebracht. Bitte geben Sie dazu Ihre Adresse an und die genaue Zeit, in der Sie Besuch empfangen möchten. Diese Zeit kann für Gespräche, ein kleines Kaffeetrinken oder zum Singen genutzt werden. Am folgenden Tag dürfen Sie zu Gast sein und die Krippe zum nächsten Teilnehmer in der Liste bringen. Zu bedenken ist, dass für den Transport der Krippe ein Auto nötig ist.

Sie können sich aber auch an der Gemeinschaft erfreuen, in dem Sie einfach als Gast – zu Terminen dazukommen. Dazu wird an den Adventssonntagen in der Kirche eine Liste ausliegen. Ebenso können Sie diese im Gemeindebüro erfragen.

So möchte ich Sie ermutigen, sich zu trauen, dabei zu sein. Laden Sie selbst ein oder seien Sie Gast, ganz nach Ihren Möglichkeiten. Beides gehört zusammen, um Begegnungen und Gemeinschaft möglich zu machen.

Ich bin gespannt, ob und wie es uns gelingt Maria und Josef auf ihrer Herbergssuche zu begleiten, und hoffe, dass wieder neue und leben-dige Beziehungen und Kontakte entstehen und wachsen können.

Wenn wir uns wagen, uns auf den Weg zu machen.

Paula Kiefer

Kirchenmusik

Im Jahr 2017 gab es viele hervorragende Veranstaltungen auf hohem und höchstem Niveau in unserer St. Marienkirche zu Bergen auf Rügen. Gelegentlich wurde davon auch im Rundfunk berichtet, und einiges aus den Konzerten wurde dort auch übertragen. Zahlreiche national und international bedeutende Musiker sind zu hören gewesen. Jungen Menschen, Preisträgern und natürlich unseren eigenen Gruppen konnten wir ein gutes Podium bieten, um an ihrer generationsübergreifenden und erfolgreichen Arbeit teilhaben zu können.

Ohne Ehrenamt geht nichts, da möchte ich mich bei vielen Freunden und Mitarbeitenden herzlich bedanken, dass die Konzerte in St. Marien so möglich sein konnten. Natürlich auch für die treuen Konzertbesucher und Mitglieder des “Freundeskreis für Musik in der St. Marienkirche”.

Ein herzliches Dankeschön und bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen.

Nun in der Advents- und Weihnachtszeit wird es wieder zahlreiche musikalische Veranstaltungen und Konzerte mit unseren eigenen Chören und Musikgruppen geben. Wie gewohnt wird der Gospelchor und der Bläserkreis am Wochenende des 2. Advent zu erleben sein. Es gibt einen bunten musikalischen Strauß aus der Vielfalt der Musik. Natürlich bekommen Sie auch die Gelegenheit zum Mitsingen, Mitdenken und dazu, Ihre Seele „baumeln“ zu lassen. Eine kleine Oase des Aufatmens und zur-Ruhe-Kommens in St. Marien.

Vielleicht nutzen Sie die Gelegenheit, um die 2017 restaurierte Kanzel neu zu betrachten oder lassen sich von den Arbeiten des Bastelkreises der Gemeinde inspirieren. Natürlich gibt es auch die CDs mit Orgelmusik von unserer hervorragend restaurierten historischen B.-Grünebergorgel, der größten Orgel auf Rügen. So dürfte auch für eine eventuelle Geschenkauswahl zum Fest etwas dabei sein.

Die Kantorei wird am 3. Advent um 17:00 Uhr zusammen mit den Kindern ein besonderes Advents- und Weihnachtskonzert gestalten. Diesmal gibt es ein Programm „Auf dem Weg zum Fest“. Es erklingen Motetten und Lieder aus verschiedenen Epochen. Zusammen mit einem hervorragenden Streichquintett werden wir Advents- und Weihnachtschoräle von Christoph Graupner aufführen. Daneben wird es die Möglichkeit geben, das eine oder andere beliebte Adventslied mitsingen zu können.

Einige Musikenthusiasten werden am 24. Dezember um 22:00 Uhr wieder in einem Kammerchorprojekt zu hören sein. Wer dort mitmachen möchte, sollte über gute sängerische Fähigkeiten verfügen. Anmeldungen für dieses Projekt bitte im Gemeindebüro oder direkt bei mir.

Ich freue mich auf Sie, sei es bei dem Besuch der Konzerte oder beim Besuch der zahlreichen chormusikalischen und instrumentalen Angebote. Lassen Sie sich zum Mitmachen einladen.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit sowie ein abwechslungsreiches 2018 wünscht Euch/Ihnen Frank Thomas, Kantor an St. Marien zu Bergen auf Rügen; Kreiskantor für Rügen

Einige Ideen zum Thema Singen möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben.

Singen öffnet das Fenster zur Seele, ...

weil es nach einer anstrengenden Arbeitswoche den Kopf frei macht für andere Gedanken!

weil es Bemühen mit Erfolg krönt!

weil es gesund ist für Leib und Seele!

weil es eine "Mannschaftssportart" ist!

weil man zum Singen weit mehr als nur seinen Verstand benutzen muss.

weil Singen nicht nur eine Beschäftigung, sondern auch eine Leidenschaft ist.

weil Singen auch Gebet, Meditation - ja sogar Therapie sein kann.

und lüftet das Herz.

und befreit Sie.

manchmal wird es auch sichtbar: "Gänsehaut!"

und leitet mich beschwingt durch den Tag!

fördert den Gemeinschaftssinn, macht fröhlich und frei und stärkt die Gesundheit.

und zeigt uns viele Farben

Singen öffnet das Fenster zur Seele, ...

Singen öffnet das Fenster zur Seele, und lüftet die Herzen.

Singen öffnet das Fenster zur Seele und wenn man Glück hat, wird direkt in einem sauber gemacht.

Singen öffnet das Fenster zur Seele und weitet die Empfindungen in einer Art und Weise, die sich

mit Worten nicht ausdrücken lassen, wenn ich sing, singst Du.

Singen macht mich glücklich und schenkt mir einen Ausgleich zu meinem stressigen Beruf.

Singen öffnet das Fenster zur Seele und lässt das Herz zum Himmel schwingen.

Singen öffnet das Fenster zur Seele, wenn man es regelmäßig putzt!

Singen öffnet das Fenster zur Seele, denn Gesang bringt uns dem Himmel ein Stück näher.

Singen trägt uns hinweg über Raum und Zeit, denn der Gesang verbindet uns im Gleichklang der

Herzen.

Singen öffnet das Fenster zur Seele, wenn Dich alles verlässt – die Musik bleibt.

Verfasser unbekannt

Musikalische Veranstaltungen in St. Marien zu Bergen auf Rügen in der Übersicht

Samstag, 09. Dezember 18:00 Uhr Gospelchor

Sonntag, 10. Dezember 16:45 Uhr Bläserkonzert

Sonntag, 17. Dezember 17 Uhr Kantorei an St. Marien zu Bergen Adventskonzert (Eintritt: 8,00/6,00 €)

Heiliger Abend, 24. Dezember 22 Uhr Kammerchor an St.Marien – Texte und Musik

Christfest, 26. Dezember, 10:30 Uhr Wunschliedersingen im Gottesdienst

Ausblick auf das Jahr 2018

Probenbeginn für den Gospelchor, Kinderchor, Kantorei und den Bläserkreis ist in der 2. Kalenderwoche.

Konzertsommer in St. Marien zu Bergen auf Rügen 2018

Wie immer finden die Konzerte am Mittwoch statt. Die Konzerteröffnung gestaltet in guter Tradition der Gospelchor am 13. Juni, am 20. Juni gibt es das philharmonische Chor- und Orchesterkonzert der Kantorei. Bis zum 20. September werden Sie zuverlässig Konzerte auf hohem und höchstem Niveau erleben können.

Einen besonderen Schwerpunkt im Jahr 2018 werden Chöre bilden, daneben gibt es wieder Preisträgerkonzerte und auch die Orgel wird wieder als Soloinstrument zu erleben sein.

Die Konzerte – außer das Sonderkonzert am 27. Juni -– beginnen jeweils 20:00 Uhr.

Entdeckungen im Land des Glaubens: Glaubenskurs SPUR 8

Auch 2018 soll es wieder einen Glaubenskurs in Bergen geben, diesmal vom 21. Februar bis zum 18. April (außer 28.3.), jeweils mittwochs 19 bis ca. 21.30 Uhr im Gemeindehaus.

SPUR 8“, eine Weiterentwicklung des bekannten Kurses „Christ werden - Christ bleiben“, ist ein Gemeindeseminar an acht Abenden mit folgenden Themen:

Station 1: Gott - wie diese Reise mein Bild verändern kann

Station 2: Sinn - wie ich ihm auf die Spur komme

Station 3: Glaube - wie ich trotz Hindernissen weiterkomme

Station 4: Sünde - was es damit auf sich hat

Station 5: Jesus - wo sich Himmel und Erde berühren

Station 6: Christ werden - wie Gott mit mir anfängt

Station 7: Christ bleiben - wie Gottes Geist uns trägt

Station 8: Abschluss - wir feiern das Fest des Lebens

Im Mittelpunkt der Abende stehen Vorträge, die Grundaussagen des christlichen Glaubens mit den Lebenserfahrungen, Anfragen und Zweifeln der Teilnehmenden verbinden. Gesprächsgruppen in der Mitte des Abends bieten Gelegenheit zu Diskussion und Klärung. Sie können aber auch einfach nur dabei sein und zuhören.

Die acht Abende bauen aufeinander auf. Darum empfehlen wir Ihnen, an allen Abenden teilzunehmen. Sie können aber auch unverbindlich am ersten Abend reinschauen und dann entscheiden, ob Sie dabei bleiben möchten.

Jeder Teilnehmer erhält eine Mappe mit den Bildern und Kernaussagen des Seminars.

Die Abende beginnen jeweils mit einem kleinen Imbiss, bevor wir 19.30 Uhr ins Thema einsteigen.

Um planen zu können, erbitten wir Ihre schriftliche Anmeldung.

Egal, ob Sie schon lange zur Kirche gehören oder gerade erst auf der Suche sind - wenn Sie nach verständlichen Informationen über das Christsein und nach praktischen Zugängen zum Glauben suchen oder Ihr Verhältnis zum christlichen Glauben neu überdenken wollen, werden Sie mit Gewinn an SPUR 8 teilnehmen.

Zeit und Lust mitzuhelfen?

Wie immer bei solchen Kursen spielt nicht nur der Inhalt eine Rolle, sondern auch die Atmosphäre und die erlebte Gemeinschaft. Deshalb suche ich wieder Leute aus der Gemeinde, die Lust und Zeit haben, dabei zu sein und mitzumachen.

Neben praktischen Aufgaben wie der Vorbereitung des Abendessens an einem oder mehreren Abenden werden (je nach Teilnehmerzahl) zwei bis drei Gesprächsgruppenleiter gebraucht. Keine Angst, das müssen keine Experten sein, und auch inhaltlich ist alles schon vorbereitet. Es geht vor allem ums Da-Sein, ums Zuhören-Können, und höchstens hier und da mal „ein Machtwort“ zu sprechen, um wieder zum Thema zurückzukehren.

Aber auch wenn Ihnen die Leitung einer Gesprächsgruppe zu viel sein sollte, könnte es bereichernd sein, wenn Sie mit dabei sind - einfach als Gesprächspartner.

Vielleicht hören Sie mal betend in sich hinein, ob das nicht eine Aufgabe für Sie wäre!

Pastor Jörn Kiefer

Weltgebetstag der Frauen 2018

Liebe Frauen,

auch im kommenden Jahr wollen wir wieder den Weltgebetstag feiern. Das Land SURINAM steht dabei im Mittelpunkt.

Herzlich einladen möchten wir zu einer ersten Vorbereitungsrunde am 24.1.2018 um 19.30 ins Gemeindehaus.

Wir freuen uns auf Sie/Euch, Herzlichst

Paula Kiefer Michaela Hempel Marion Krentz

Gemeindefreizeit vom 20.-22. April in Weitenhagen

Schon heute die Vorankündigung unserer Gemeindefreizeit 2018: Wir werden wieder nach Weitenhagen bei Greifswald fahren. Das Wochenende wird diesmal aber einen besonderen Charakter haben: Wir folgen der Leitidee des „Hauses der Stille“ und werden unter Anleitung des Leiters Pastor Michael Wacker etwas über christliche Meditation hören und auch einüben. „Einführung in Exerzitien. Vom Wert der Stille – wie Gott gerne am Werk ist!“ – so lautet das Thema.

Kinder sind natürlich trotzdem willkommen – und sie müssen auch nicht still sein! Und auch für die Erwachsenen wird es in den Pausen und an den Abenden viel Zeit für Gespräche und fröhliches Beisammensein geben. Ein Faltblatt mit näheren Informationen und Anmeldezettel können Sie im neuen Jahr bekommen.

Abgepilgert!

Am letzten Freitag im Oktober trafen sich 9 Pilgerfreunde von der Insel und vom Festland, um das Pilgerjahr 2018 gemeinsam „abzupilgern“.

Nach einer kurzen Begrüßung am E-Werk wurden wir von Frau Nieber (Pastorengattin aus Sassnitz) in die Sassnitzer Kirche zu einer morgendlichen Andacht geladen. Die Kerzen auf dem Altar brannten schon und Ihre vorbereitete Andacht weckte unsere Gemüter vollends auf.

Lust aufs Losgehen hatten dann Alle – den Weg erkunden – für die Hälfte der Gruppe war er nicht neu – das Ziel hieß: Lietzow !

Auch bei Pilgern ist das Wetter immer ein Thema – alle waren auf Regenschauer eingestellt, die Sonne lachte darüber – Anfangs - ,

unterwegs sein heißt Kennenlernen und so fanden sich schnell die Richtigen, um Fragen zu stellen und/oder über sich zu erzählen.

Durch den Hafen und vorbei an der Berufsschule kamen wir zur Kriegsgräberstätte mit all den bekannten und unbekannten Toten des 2. Weltkrieges, die dort liegen.

Nachdenken – Fragen – Gebet, nach kurzem Innehalten ging es weiter Richtung Mukran.

Am Großsteingrab Mukran (Koordinaten: 54.501752, 13.608885) vereinbarten wir einen Schweigeimpuls damit jeder für sich sein und seinen Gedanken nachgehen konnte, auf dem Weg an den Feldern entlang schlug der Wind unbarmherzig auf unsere kleine Gruppe ein. Wetterwechsel wie erwartet, ein prächtiges Lichtspiel über dem Wasser Richtung Mukraner Hafen beeindruckte so manchen.

Schweigend gelangten wir bei Kaffee Peters an, eine gute Gelegenheit für eine Pause bei Kaffee und Brot – endlich wieder reden – ist auch schön!

Der Pilgerweg geht an der B96/ L29 entlang und so liefen wir direkt zu den Feuersteinfeldern (was nur ein kurzer Abstecher vom Pilgerweg ist) weiter, prächtige Buchen gaben unterwegs hier und da einen Blick auf den kleinen Jasmunder Bodden frei, bis Lietzow war es nur noch ein Stück.

Der Zug wartete schon am Bahnhof und gemeinsam fuhren wir zurück nach Sassnitz.

Mit dem Blick übers Wasser und einem Lied dankten wir Gott für diesen tollen Tag, eine Tasse Kaffee im Restaurant verbunden mit der Absprache – wir pilgern das Jahr 2018 im April wieder an – beendeten wir unsere Pilgertour.

Pastorin Ellen Nemitz aus Altefähr (038306-752319) verstärkt unsere Pilgergruppe seit neuestem aktiv – herzlichen Dank dafür – wir freuen uns wirklich.

Auch Heike Seelenbinder (01623257290) ist weiterhin für Pilger und die es werden wollen, eine verlässliche Ansprechpartnerin. Einen kurzen Weg zum Pilgern haben Sie auch, wenn Sie mich direkt ansprechen.

Es grüßt freundlichst Norbert Rösler

Gesegnet und gesendet

Am 10. September wurde in der Evangelischen Kirche Damgarten der diesjährige Segnungsgottesdienst der zukünftigen „Teamer“, also Jugendleiter, in ansprechender und kurzweiliger Form gefeiert.

78 Jugendliche, 14 – 16jährig, alle in roten Shirts oder Jacken, wurden gesegnet und gesendet, nachdem sie drei Theorie-Wochenenden in Sassen verbracht hatten, um nun in ihren Heimatgemeinden bei Praxiseinsätzen in der Jugendarbeit aktiv zu werden.

Es ist wunderbar, dass so viele Jugendliche sich mit der „Nachfolge“ beschäftigt haben und aktiv sein wollen!

Aus unserer Gemeinde wurden fünf Jugendliche gesegnet und gesendet. Sie werden im kommenden Jahr bei Kinderkirchentag, Powerkids-Aktionen und Konfirmandenfreizeit mitarbeiten.

Es ist schön und erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass alle meine 3 Töchter über die Konfirmandenarbeit in Sassen und ihre Freizeiten dort mit unserem Pastor Jörn Kiefer diesen Weg gefunden haben!

Die Teamer-Ausbildung ist auch anerkannt vom Landesjugendring, so dass sich auch andere Wege als Jugendleiter eröffnen.

In erster Linie bitten wir aber um eine Bereicherung unserer Gemeindearbeit und Gottes Segen für die Jugendlichen.

Cornelia Gloede

Bürgerfest MitLeben am 9.9.2017

Mit einem Angebot für Kinder war die Kirchengemeinde beim Bürgerfest MitLeben auf dem Sportplatz in der Breitsprecher-straße dabei.

Die Kinder konnten eine bib-lische Geschichte entdecken und sich Gedanken machen darüber, was im Leben wirklich wichtig ist und eine Schatzkiste zum Mit-nach-Hause-Nehmen basteln.

Herzlichen Dank an Katrin Rehfeld und Antje Ullrich für die tatkräftige Unterstützung und das fröhliche Miteinander.

Paula Kiefer

Frauenfrühstück am 11. November

Gemeinsam an einem großen Früh-stückstisch sitzen, in knusprige Brötchen mit leckerem Belag beißen, dazu frischen Kaffee, gute Gespräche, Fröhlichkeit. Wer findet das nicht schön?

Die Frauen, die sich wieder zu einem geselligen Frühstück trafen, konnten so richtig aus dem Vollen schöpfen. Der Tisch war reich gedeckt, Essen im Überfluss!

Um Überfluss, aber auch um Mangel ging es in unserer anschließenden Gesprächs-runde. Pröpstin Helga Ruch, Gast in unserer Mitte, ließ uns verstehen, welche Auswirkungen beides auf Körper und Seele eines Menschen hat. Ein Thema, das einige von uns persönlich berührte und sicher viele zum Nachdenken brachte.

Mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen Gottes, welchen uns Frau Ruch zusprach, endete unser nun schon 5. Frauenfrühstück.

Es wird weitere geben! Über den genauen Termin im Frühjahr 2018 werden wir im nächsten Gemeindebrief rechtzeitig informieren.

Michaela Hempel

Taize erlebt

In den Herbstferien waren wir, Johanna Engelhardt und Sophie Ambrosat, mit der Gemeinde der St. Nikolai Kirche aus Stralsund in Taizé. Taizé ist ein kleiner Ort in Frankreich, der in der Nähe der Schweizer Grenze liegt. Dort gibt es ein Kloster, in dem ungefähr 100 Brüder leben, die Jugendliche einladen, um ihnen einen Einblick in das Klosterleben zu geben. Dazu gehört auch das dreimal tägliche Beten und die Arbeit. In den Ferien waren bis zu 2.400 Jugendliche aus aller Welt dort, wodurch bei der täglichen Bibelarbeit internationale Gruppen entstanden. Für uns war es eine spannende Zeit und wir haben viele verschiedene Leute kennengelernt. Bereits eine Woche nach dieser besonderen Fahrt merkten wir, wie sehr uns die lange Zeit der Stille, die ein großer Bestandteil des Taizé-Gottesdienstes ist, und die Lieder fehlten. Wir hoffen, dass wir ein kleines Stück Taizé mit hierher bringen konnten und vielleicht schon bald die bekannten Taizélieder in unserem Gottesdienst in Bergen hören werden.

Mit Luther nach Texel

500 Jahre Reformation und Luther waren in diesem Jahr die Themen für unseren Texelbesuch. Luther ist zwar bekannt in den Niederlanden, aber nicht so wie hier in Deutschland. Es gibt da hier und da Lutherische Kirchen, die jedoch eine Ausnahme von der Regel sind. Bei der Fusion der Protestantischen Kirchen, in 2003 sind auch die Lutherischen Gemeinden aufgenommen worden. Damit haben sie nicht plötzlich einen anderen Glauben, nein sie bringen mit ihrer eigenen Tradition eine Bereicherung in diese "neue Kirche“.

Zurück zu unserer Reise. Samstagmorgen stehen 15 Menschen früh vor der Kirche. Taschen und Koffer werden in den Bus geladen, Handynummern verteilt und Luther bekommt einen Platz auf der Bank, hinten im VW, gut angeschnallt. Kaffee gibt es am Rastplatz „Selliner See“, kurz vor Wismar. Ziemlich weit weg, auch weil der Weg manchmal über Umleitungen durch noch nie besuchte Dörfer führt. Luther begleitet uns, bekommt auch eine richtige Luthermütze. Auf der Grenze guckt er ins noch nie betretene Nachbarland.

Gestaunt hat er auf diesen riesigen „Afsluitdijk“. Wasser soweit man gucken kann, links und rechts. Auf der Fähre zur Insel Texel muss er im Auto bleiben. Aber angekommen bei unseren Gastgebern ist er wieder einer von uns. Ein herzlicher Empfang mit Suppen und Brot mit allen möglichen Leckerbissen. Alte Freunde werden begrüßt, neue werden vorgestellt. Pläne für den kommenden Sonntag werden erklärt und verteilt.

Sonntagmorgen nicht ausschlafen, der Gottesdienst fängt um 9.30 Uhr an und wir müssen noch kurz abstimmen, wie wir unserem „Interview mit Luther“ Form geben. Wer steht wo, wie geht es mit dem Mikrofon und wo steht Luther, denn er ist die zentrale Figur. Nach der Predigt sind wir an der Reihe. Jeder von uns stellte ihm eine Frage und er antwortete geduldig und ehrlich. Nach 500 Jahren stellt man andere Fragen, Fragen die Luther selbst nie vorausgesehen hat, Fragen die uns in unserem 21. Jahrhundert beschäf-tigen. Das Gespräch wurde zwei Mal unter-brochen, dann haben wir gesungen aus Luthers Lied „Nun freut euch, lieben Christen g'mein“ und zum Abschluss noch ein dritter Vers. Schön war das, zwei Sprachen durcheinander und doch dasselbe singen. Dann gab es Kaffee und Kuchen und viele Gespräche. Mittags eine kleine Wanderung mit einer spannenden Überfahrt. Zurück in unserer Gastfamilie wird ein Gericht vorbereitet, das auf den Abendtisch kommt. Eine riesenlange Tischtafel in der Mitte der Kirche, wo wir mit 70 Menschen eine „Luther-mahlzeit” haben. Die Gläser stehen auf einen Untersetzer, einer Lutherrose. Diese Rose kommt wieder zurück als Schmuck auf unserem Erinner-ungsgeschenk, ein schönes Bilder/Textbuch über Luther und Wittenberg. Es gab auch 95 Eier, die auf 95 modernen Thesen stehen. Thesen, nicht über Ablass oder Päpste, aber darüber wie weit der Glauben von seinemUrsprung geraten kann. So wie z.B. „Unser tägliches Brot, gib uns heute, und eins für die Gefriertruhe“. Damit nahmen die Tischgespräche gleich eine andere Wendung. Herrliches Essen war vorbereitet und wir haben genossen vom Essen und Trinken. Zwischen den Gängen konnten wir über „Kirche in Deutschland“ erzählen. Der letzte Kirchentag z.B., oder das Pop-Oratorium Luther.

Montag war frei, um etwas oder nichts zu tun. Einen großen Trödel-markt besuchen, eine Strandwanderung machen, oder wie die Jugendlichen, mit der Pastorin die Stadt Alkmaar besuchen.

Dienstag: ein Besuch in „de Waal“, ein Mini-Dorf mit einer reichen Geschichte. Ein schönes Heimatmuseum erzählte uns über Texelsche Geschichte durch die Jahrhunderte, über Landwirtschaft, kleine Industrie, wie das Alltagsleben aussah an Hand alter Geräte und Maschinen, oft ähnlich wie bei uns in Deutschland. Ein Rundgang durchs Dorf. Eine ältere Dame, die uns im strömenden Regen über ihr Dorf erzählte und wie das Meer Land genommen hat und wieder zurückgegeben hat. In der (modernen) Dorfkirche gab es noch mehr Geschichten, aber auch Kaffee und Kuchen und ein kleines Konzert vom Kantor aus „Den Burg“.

Abends war eine Mahlzeit mit Fisch geplant, im Gemeinderaum der Katholischen Kirche. Derjenige der dafür zuständig war, hatte einen Tag vorher seine Hand schwer verletzt und lag im Krankenhaus. Eine schnelle Improvisation war geboten. Jede Gastfamilie bekam den Auftrag, einen „Stampot“ (Stampfkartoffeln mit Gemüse) für sich selber und seine Gäste zu bereiten. So ging man diesen Abend vom Topf zu Topf und löffelte was einem schmeckte. Es fühlte sich ein bisschen an wie die Bibelgeschichte über die fünf Brote und die zwei Fische, die für alle reichten. Luther guckte geduldig zu und freute sich, dass es uns allen so gut schmeckte.

Am nächsten Tag reiste er ein Boot früher ab, denn für ihn gab es noch eine lange Hollandreise. In Rotterdam sollte er Erasmus treffen, der war aber umgezogen und so mussten wir uns mit seiner Brücke begnügen. Später besuchte er Nimwegen, wo er im Schatten eines Burgturms von Karl dem Großen über den Rhein, Richtung Wittenberg schaute. Sonntags war er wieder in Bergen, an vertrautem Ort und vertrauter Stelle.

Man sagt, ein Teil der Gruppe ist ohne ihn viele Irrwege gefahren. Aber das kann auch ein Märchen sein.

Leendert Edelman

Kollekte Erntedankfest

Die Ausgangskollekte des Erntedankgottes-dienstes war nach KGR-Beschluss für die Rügener Tafel bestimmt. Es wurde eine Kollekte von 203 € gesammelt. Für die Aktion “Brot für die Welt” wurden ebenfalls 203 € gesammelt.

Vielen Dank allen Gebern!

Gemeindekirchgeld

Wer sein Gemeindekirchgeld für 2017 noch nicht gezahlt hat, sei noch einmal daran erinnert. Die Einzahlung kann während der Sprechzeiten im Gemeindebüro erfolgen.

Denjenigen, welche durch ihre treuen Gaben unsere Gemeindearbeit unterstützt haben, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.

Weihnachten im Schuhkarton

Für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton wurden 75 Päckchen sowie 338 € Geldspende (für Porto, etc.) gesammelt. Einen herzlichen Dank an alle Geber und Unterstützer der Aktion.

Kollekten am Heiligabend

Die Kollekten am Heiligen Abend sind für die Aktion “Brot für die Welt” bestimmt. In diesem Jahr beginnt die 59. Aktion “Brot für die Welt” unter dem Motto “Wasser für alle”. Ziele von “Brot für die Welt” sind unter anderem: sauberes Trinkwasser, nachhaltige Landwirtschaft und der Erhalt von Handelsstrukturen, welche kleinbäuerliche Erzeuger nicht benachteiligen.

Gedenkplatz Alter Friedhof

Nachdem wir in der letzten Ausgabe des Gemeindebriefes ausführlich über die bestehenden bzw. geplanten Kriegsgräberstätten auf unseren Friedhöfen berich-teten, wollen wir auch unseren Gedenkplatz auf dem Alten Friedhof in Abteilung 10 und dessen Entstehung nicht uner-wähnt lassen. In den Jahren nach Ende des 2. Weltkrieges wurde mit der Herrichtung der Kriegs-gräberstätte in Abteilung 2 für die im Lazarett gestorbenen Sol-daten begonnen, die auch tatsächlich dort bestattet wurden. Von Gemeindegliedern und Bergener Bürgern wurde ange-regt, ebenfalls eine Gedenkstätte für die Gefallenen einzurichten, die in anderen Ländern durch die Kriegsereignisse bestattet wur-den oder als vermisst galten.

Wie der Chronik der Ev. Kirchen-gemeinde Bergen zu entnehmen ist, entschloss sich der amtie-rende Gemeindekirchenrat im Jahre 1961, das „Quartier X“ auf dem Alten Friedhof in eine Erinne-rungsstätte umzuwandeln.

Das dort stehende 3 m hohe Holzkreuz wurde von der damaligen Baufirma Jasmund hergestellt und die Inschrift „Den fernen Toten“ schnitzte der frühere Drechslermeister Peters aus Bergen.

Es hat sich zur guten Tradition entwickelt, dass die Andacht am Ewigkeitssonntag auf dem Alten Friedhof stets auf dem Gedenkplatz abgehalten wird. Auch in diesem Jahr laden wir alle Gemeindeglieder und Bergener Bürger recht herzlich dazu ein. Die Andacht beginnt 14 Uhr auf dem Alten Friedhof und 14.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof (vor der Friedhofskapelle).

Silvia Hampel

Rückblick Paarabende

Vor den Sommerferien kam uns Ehepaar Scharf im Gottesdienst besuchen. Am selbigen Abend trafen wir uns mit fünf interessierten Paaren mit den Scharfs. Diese stellten sich genauer vor und berichteten von ihren Angeboten. Wir Besucher wählten uns drei Themen aus, mit denen wir uns an drei weiteren Abenden beschäftigten.

Die Runde blieb mit fünf Paaren etwa in der gleichen Größe, auch wenn einige nach dem ersten Abend feststellten, dass das in dieser Form so nichts für sie ist. Dafür kamen andere dazu, die sich bei den Abenden wohlfühlten.

Es verlief jeweils so, dass Ehepaar Scharf über ein Thema referierte und uns Paaren dann eine Gesprächsaufgabe gab. An einzelnen Tischen sitzend, hatte jedes Paar für sich Gelegenheit, sich über das Gehörte auszutauschen und gleich einmal anzuwenden.

Was wir an diesen Abenden geschätzt haben, ist die offene Art mit der die Scharfs Einblick in ihre persönlichen Herausforderungen gaben. Für uns wurde so (und durch die Themen) deutlich, dass gelingende Beziehung möglich ist. Sehr ermutigend!

Ganz ähnlich empfanden es andere Paare:

Die Themen waren alle leicht in den Alltag zu übertragen. Einfach hilfreich.“ „Dadurch dass man als Paar gemeinsam diese Dinge gehört hat, kann man gut darauf zurückgreifen. Man ist auf demselben Stand und nicht einer der beiden tritt als „Oberlehrer“ auf.

Geplant ist nun, nach dem Glaubenskurs im nächsten Jahr, im April weiter zu machen. Neueinsteiger sind willkommen.

Almut und Cornelius Bach

Aus dem vorigem Gemeindebrief
St. Marienkirche Bergen
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