Aus dem Gemeindebrief Juni / Juli / August 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

ich schreibe diese Zeilen am 8. Mai. Leute aus der ehemaligen DDR kennen ihn noch als „Tag der Befreiung“. Es war jedenfalls das Ende eines schlimmen Regimes und eines grauenhaften Krieges. Für die jüngeren unter uns ist es kaum noch vorstellbar, wie die Menschen sich damals gefühlt haben: Woher noch Hoffnung nehmen in so dunkler Zeit? Was tun gegen das himmel-schreiende Elend? Wie kann man leben mit so viel Schuld? Wo hätte man dem Rad in die Speichen greifen sollen? Was kann ein Einzelner ausrichten gegen die Wucht von Gewalt und Zerstörung?

Ein britischer Aufklärungsflieger hat nach dem Krieg einer Zeitung seine Geschichte erzählt. Er hatte sein Leben nicht dem Heldenmut großer Kämpfer zu verdanken, sondern der kleinen Tat von Menschen, die trotz Angst und Unsicherheit ihre begrenzte Kraft und ihre eingeschränkten Möglichkeiten eingesetzt haben:

Der englische Pilot wurde auf einem Aufklärungsflug von deutschen Jagdfliegern angegriffen. Er war auf das Schlimmste gefasst. Hilflos sah er die Leuchtspurgeschosse heranpeitschen. Gleich fünf davon schlugen in den Rumpf nahe beim Tank ein. Kraftstoff quoll aus den Einschusslöchern. Gleich würde die Explosion kommen. Aber das Flugzeug explodierte nicht und konnte jenseits der Grenze sicher landen. Ein Mechaniker fand dann im Tank der Maschine fünf zerbeulte Geschosse. Der Pilot öffnete eine Hülse und fand ein winziges Stück Papier mit einer Notiz: „Wir sind polnische Kriegsgefangene und werden gezwungen, in der Fabrik Geschosse herzustellen. Wenn die Wärter nicht gucken, füllen wir kein Schießpulver ein. Das ist nicht viel, aber das Beste, das wir tun können. Bitte sagt unseren Familien, dass wir leben.“ Der Zettel war unterschrieben mit den Namen vier polnischer Kriegsgefangener.

Wie oft denken auch wir: Was kann ich schon ausrichten? Das bringt ja doch nichts! Da fehlt mir die Kraft, der Einfluss, die Macht!

Die Bibel erzählt uns immer wieder ganz ähnliche Geschichten von der Kraft Gottes, die im Schwachen mächtig ist. Es sind die kleinen Beiträge von ganz gewöhnlichen Menschen, mit denen Gott große Dinge tut: Die fünf Kieselsteine, die David aus dem Bach sammelt, um den gewalttätigen Goliat zu stoppen (1Sam 17,40). Die zwei Cent-Stücke der armen Witwe, die im Tempelschatz untergehen, aber in Jesu Augen ein echter Segen sind (Mk 12,42). Fünf Brote und zwei Fische (Mt 14,17) - was ist das für so viele? Jesus kann daraus etwas machen!

Wir leben - als Einzelne und als Gemeinde - von den kleinen Schritten des Glaubens: von der winzigen Tat aus Liebe zu Gott, von den gefalteten Händen eines Rentners, von den Krankenbesuchen, für die sich eine Zeit nimmt, von der Geduld der Eltern, von der Fröhlichkeit der Kinder. Mit anderen Worten: von der Kraft Gottes, die in uns Schwachen mächtig ist.

Ihr Pastor Jörn Kiefer

Gebetstag am 25.06.

Manch einer fragt sich vielleicht, was wir in Rotensee so treiben. Nun, da gibt es ganz praktische Dinge wie das wöchentliche Straßencafé, das Kinderprogramm im Park (siehe Artikel von Lydia) und den „Feierabend“. Bei alledem merken wir aber, wie wir es letztlich nicht in der Hand haben, dass Menschen sich für Gott öffnen und sich von IHM heilen lassen. So sehen wir seit einiger Zeit Beten als unsere wichtigste Aufgabe. Letzten Herbst stellten wir uns die Frage, was für „nebenan“ dran ist. Mehrere Leute hatten dabei den Eindruck, dass wir Gebet ernster nehmen sollten.

Im März, als das Wetter noch kalt war, haben sich daher ein Dutzend Leute nach draußen auf die Straßen von Rotensee begeben und mit den Blöcken und ihren Bewohnern vor Augen für den Stadtteil gebetet. Von der Beteiligung sowie den guten Rückmeldungen war ich begeistert. Einer, der sich zunächst nicht vorstellen konnte, wie man so beten kann, meinte im Anschluss: „Toll, so unterwegs betet man anders. Man hat ganz andere Dinge im Blick und ist konzentrierter. So ähnlich muss wohl Pilgern sein.“

Im Juni wird es wärmer und angenehmer draußen sein und das nebenan-Team lädt ein, gemeinsam im Stadtpark und im Viertel zu essen, sich auszutauschen und vor allem zu beten. Ob man die ganze Zeit dabei ist oder nur einen Teil, ob man dabei allein losgeht oder zu zweit, ob man sich vorbereitete Gebetsanregungen mitnimmt oder lieber selbst Anliegen formuliert – dass darf jeder selbst entscheiden.

Wir freuen uns über jeden, der kommt.

Almut Bach

Und so soll es ablaufen:

10:30 Start im Stadtpark mit Feuerwehr

11:00 1. Gebetsrunde

12:30 Mittagessen im Park (kostenlos)

13:30 2. Gebetsrunde

15:00 Kaffeetrinken (kostenlos)

Neues wagen, mal was anderes machen. Eine Einladung

Sie sind mittwochs zuhause und haben Zeit? Vielleicht haben Sie dann Lust mal etwas anderes auszuprobieren und den gewohnten Tagesablauf zu durchbrechen. Keine Angst, Sie brauchen gar keine große Abenteuerlust, es wird auch nicht gefährlich. Was dann? Unser Vorschlag: Machen Sie einfach mal einen Ausflug zu nebenan in Rotensee. Sie haben dabei Gelegenheit, eine besondere Arbeit der Kirchengemeinde kennen zu lernen. Hier können Sie neue Leute treffen und ganz nebenbei noch kostenlos zu einem frischen Kaffee oder Cappuccino in guter Gesellschaft kommen.

Jeden Mittwochmorgen zwischen 9:00-12:00 Uhr steht das nebenan-Team mit der Feuerwehr auf dem kleinen Marktplatz beim Thomas Philips in Roten-see. Und richtig, da gibt es kostenlosen Kaffee, Tee, Cappuccino und viel Zeit für Gespräche. Jetzt mit dem anbrechenden Frühling kommen auch nicht mehr nur die Stammgäste. Die waren uns auch den ganzen Winter hindurch treu. Auch bei Minusgraden. Nun, bei Sonnenschein, beginnt wieder reger Betrieb. Stellen Sie sich doch einfach dazu und reden Sie mit den Menschen über das Wetter, den Garten, Gott und die Welt und erleben Sie nebenan.

Wenn Sie mittwochnachmittags Zeit haben und vor etwas Trubel nicht zurückschrecken, schauen Sie gerne zwischen 15:00-17:00 Uhr im Stadtpark von Rotensee vorbei. Hier, auf dem Spielplatz, findet unser Kinderprogramm mit der Feuerwehr statt. Da erleben Sie Spiel, Musik und ein Programm für Kinder. Aktuell gibt es ein Puppenspiel mit einer Gurke und einer Banane zum Thema Freundschaft. Und als krönenden Abschluss dürfen alle einmal mit der Feuerwehr durch den Park fahren.

Trauen Sie sich, etwas Neues zu wagen? Dann kommen Sie vorbei. Wir als nebenan-Team laden Sie herzlich ein.

Lydia Böttger

Gemeindefest am 10. Juli

Unser Gemeindefest feiern wir in diesem Jahr am 10. Juli. Es beginnt wieder 14.30 Uhr in der Kirche mit der Aufführung des Kindermusicals „Jona“. Hinterher gibt es Kaffee und Kuchen unter dem bunten Zeltdach im Gemeindegarten. Für große und kleine Puppenspielfreunde wird Birgit Schuster etwas darbieten. Außerdem dürfen Sie sich auf eine Tombola und die neuesten Exponate von unserem Bastelkreis freuen.

Konzertsommer erleben

Für nur 35 Euro können Sie eine Dauerkarte für den Konzertsommer erwerben (im Gemeindebüro).

Für diesen Betrag dürfen Sie 13 Konzerte des Konzertsommers 2016 erleben. Ein Konzert für sensationelle 2,69 Euro. Billiger kriegen Sie es nur geschenkt. Apropos geschenkt, vielleicht ist so eine Dauerkarte eine gute Geschenkidee. Wir würden uns freuen, Sie an einem Mittwochabend begrüßen zu dürfen.

Fastenaktion „7 Wochen ohne“

In den sieben Wochen vor Ostern hat unsere Gemeinde ein Experiment gestartet.

Sie werden sich erinnern, dass im Gottesdienst angeregt wurde, seine Haustür zu öffnen und einzuladen und sich auch selbst einladen zu lassen oder jemanden zu besuchen.

Nun ist es leicht, die Menschen zu sich einzuladen, die man gut kennt. Es ist leicht, jemanden zu besuchen, der schon lange zum Freundeskreis gehört. Jemanden zu besuchen, dessen Namen man jedoch kaum einem Gesicht zuordnen kann, dazu gehört schon etwas Mut. Und genau darum sollte es in dieser Zeit gehen: sich auf den Weg zu machen, um einmal mit anderen Leuten als sonst ins Gespräch zu kommen, andere Wohnungen kennen zu lernen und anderen Gesichtern als den Vertrauten einen Namen und eine Geschichte zu geben.

Was ist denn nun passiert in diesen sieben Wochen? War die Aktion „erfolgreich“?

Was ist erfolgreich? Wenn wir diese Zeit in Zahlen messen, ist sie es sicher nicht gewesen. Fragen wir jedoch einzelne Leute, die sich tatsächlich auf den Weg gemacht und sich getraut haben, ihre Wohnungstür zu öffnen, ist diese Zeit lohnenswert gewesen.

Ich habe eine junge Frau kennen gelernt, die ich vorher im Gottesdienst noch gar nicht wahrgenommen habe. Jetzt kommen wir beim Kirchenkaffee ins Gespräch miteinander.“

Es hat mir Spaß gemacht, mit so vielen Leuten in meinem kleinen Wohnzimmer zu sitzen. Es war eng, aber alle haben hineingepasst. Wir haben geredet und gelacht. Es war einfach schön.“

Ich kenne wieder ein paar Namen und weiß nun wieder etwas mehr über einige Menschen, die im Gottesdienst dabei sind.“

So hat es tatsächlich Begegnungen gegeben. Wieder ein Stück Vertrautheit zwischen einigen Leuten ist gewachsen oder neu entstanden, neue Menschen sind in den Blick geraten.

Sicher wäre es schön, wenn sich noch mehr Menschen trauen würden, einander zu besuchen, sich die Zeit nehmen zu klingeln, anzurufen, sich zu begegnen. Heute brauchen wir häufig Anlässe dafür. Die Aktion in der Fastenzeit war ein Anlass für einige, das auszuprobieren. Die, die sich auf den Weg gemacht haben, wurden für ihren Mut belohnt.

In der Adventszeit wird es wieder eine ähnliche Aktion geben. Bewegen Sie es in Ihrem Herzen, ob Sie dann auch dabei sein möchten. Halten Sie Augen und Ohren offen für die Informationen dazu.

Aber bis dahin müssen Sie nicht warten. Auf den Weg machen kann man sich jederzeit.

Paula Kiefer

Prädikantenausbildung in der Nordkirche

Zusammen mit 23 anderen angehenden Prädikanten habe ich vom 4.-8. Mai den ersten Teil meiner Ausbildung absolviert. Was heißt Prädikant?

Prädikantinnen und Prädikanten sind Ehrenamtliche, die für die selbständige Leitung und Gestaltung von Gottesdiensten ausgebildet sind. Sie werden in einem dreijährigen “Kurs Gottesdienstgestaltung” dazu befähigt, Gottesdienste zu planen und durchzuführen, inklusive der Predigt. Ziel ist die verantwortliche Mitarbeit in der eigenen und evtl. anderen Kirchengemeinden. Diese Ausbildung findet im Pastoralkolleg in Ratzeburg in Schleswig- Holstein statt. Die Tage auf der wunderschönen Domhalbinsel waren sehr eindrucksvoll und es war gut, über den Tellerrand zu schauen. Mir ist deutlich geworden, welch ein Reichtum doch in unserer Nordkirche herrscht, wieviele Fähigkeiten und wieviel Einsatz in den einzelnen Gemeinden vorhanden ist.

Was hat mich motiviert, die Prädikantenausbildung zu machen?

Es ist mir ein großes Anliegen, den christlichen Glauben weiterzugeben, dass Menschen verschiedenen Alters Gottes Nähe erleben, dass Glauben und Kirche auch für Kirchenferne interessant, ansprechend, nahbar und lebendig wird. Daher war es für mich naheliegend, mich für die Ausbildung zur Prädikantin zu bewerben.

Unsere Kirchengemeinde unterstützt diese Ausbildung. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken.

Die Ausbildung findet auf drei Ebenen statt: durch die Praxis in den eigenen Gemeinden, durch persönliche Begleitung durch Mentoren und durch Seminare, durch die die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse zur Gottesdienstgestaltung und Predigtvorbereitung vermittelt werden .

Was bedeutet das nun für Sie als Gemeindemitglieder? Für Sie als Gemeinde bedeutet das, dass Sie mich nun häufiger als bisher und auch an anderer Stelle im Gottesdienst erleben werden. Schritt für Schritt werde ich mich an dem ein oder anderen Gottesdienst beteiligen, Lesungen und Liturgie übernehmen. Im 2. Ausbildungsjahr ist es vorgesehen, dass ich schon die eine oder andere Predigt halte, bis ich dann im 3. Jahr eigenständig Gottesdienste plane und durchführe. Ich bin schon sehr gespannt auf die neuen Perspektiven im Gottesdienst.

Was kommt auf mich in der kommenden Zeit zu? Zunächst einmal bedeutet es für mich, dass ich an drei Wochenenden pro Jahr und eine Intensivwoche nach Ratzeburg fahre und mit 13 weiteren Frauen und 10 Männern gemeinsam nachdenke, lerne, ausprobiere, diskutiere.

Darüber hinaus werde ich von unseren Ausbildern und unserem Pastor Jörn Kiefer sowie einem Mentor aus einer anderen Kirchengemeinde begleitet.

Ich freue mich sehr auf die kommenden drei Jahre, darauf, dass ich viel lernen kann, nicht nur theologisch, sondern auch persönlich und zwischenmenschlich, auf den Austausch mit meinen Mit-Prädikanten und auch auf den Austausch mit Ihnen als Kirchengemeinde. Sprechen Sie mich gerne an, stellen Sie Fragen oder geben Sie Anregungen und Feedback. Darüber würde ich mich freuen.

Mit herzlichen Grüßen

Margit Gutowski

Unsere Gemeindefreizeit im April 2016

Am Freitag, dem 22.04 2016 machten sich ab 15:00 Uhr aus Bergen und Umgebung zahlreiche Autos und auch drei Fahrräder !!! auf den Weg nach Weitenhagen, unserem diesjährigen Ort der Gemeindefreizeit.

Nicht jedem gelang es, pünktlich zum Abendessen um 18.00 Uhr in Weitenhagen zu sein, nicht nur gedanklich war man noch fast „auf Arbeit“. So stieß während der Kennenlernrunde immer noch der eine oder der andere zur großen gemischten Gruppe dazu. Gekommen waren viele junge Familien mit kleinen und größeren Kindern, reifere Ehepaare ohne die bereits flügge gewordenen Kinder, Einzelreisende und Kinderbetreuerinnen, Menschen zwischen 9 Monaten und 80 Jahren. Und alle fanden schon am ersten Abend zusammen. Gemeinsam beteten, sprachen, nein, gebärdeten wir mit Händen und Füßen in aller Stille das Vaterunser. Das war ein sehr schöner und symbolträchtiger Beginn.

Wer noch nicht zu müde war und auch keine kleinen Kinder zu Bett zu bringen hatte, konnte bei einer Andacht am späteren Abend in der kleinen Kapelle den Tag beschließen, in die Stille eintreten und sich auf die kommenden Tage einstimmen.

Am Samstagvormittag trennten sich die Wege von Kindern und Erwachsenen. Unter der phantasievollen und liebevollen Führung von Johanna, Henriette und Laura spielten und bastelten die Kinder im Haus oder tobten draußen.

Die Erwachsenen erwartete ein Vortrag von Maria Kaißling und Rebekka Havemann zum Thema „Gottes Stimme im Alltag“. Mit diesem Thema stand nach vielen Jahren erstmals ein rein geistliches Thema im Mittelpunkt der Gespräche und Gedanken. Kann ich mit Gott reden? Wie rede ich mit ihm? Antwortet er mir? Wie höre ich seine Antwort? Kann ich sicher sein, wer mir antwortet? Wo ist ein guter Ort, mit Gott zu reden? Wann ist die richtige Zeit?

Viele Fragen waren das, die durch den Vortrag beantwortet wurden oder aus dem Vortrag heraus für den Einzelnen neu entstanden. Viel Persönliches wurde in der Runde miteinander besprochen: von der Gewissheit, Gott schon gehört zu haben, bis zum Zweifel, seine Stimme erkennen zu können.

Am Ende wurde deutlich, es gibt viele Möglichkeiten, mit Gott in Kontakt zu treten, im Alltag ebenso wie sonntags in der Kirche, doch sollte man gerade im Alltag eine feste stille Zeit für seinen Austausch mit Gott reservieren, sollte man sich und ihm ein (Zeit)Fenster öffnen, durch das Gespräche möglich werden.

Nach diesem nachdenklichen und auch sehr anstrengenden Vormittag gab es eine ausgiebige Mittagspause zum Essen, Ruhen, Spazierengehen, Plaudern, Schlafen oder Sinnieren. Um 15:30 Uhr trafen wir uns erneut in zwei Gruppen. Die Kinder erlebten zusammen mit Holger ein tolles Geländespiel mit Schatzsuche per geocaching, das ihnen allen viel Spaß gemacht hat und von dem sie gutgelaunt und ausgepowert zurück kamen.

Die Erwachsenen wandelten auf stilleren Pfaden durch den Wald. Auch sie waren auf Schatzsuche, einzeln, jeder mit drei auf Karten geschriebenen Bibelzitaten in der Hand. Für jedes sollte man sich 30 Minuten Zeit nehmen, darüber nachdenken, meditieren, mit Gott ins Gespräch kommen, Beziehungen zu sich selbst suchen. Jeder von uns ist mit diesen zwei Stunden Zeit mit sich allein anders umgegangen. Für den einen war es ruhige Entspannung, für den anderen ein zu sich selbst kommen, für den dritten war es schwer, mit den eigenen Gedanken alleine zu sein. Ich selbst musste laut reden, um meine Gedanken auf einen Punkt bringen zu können. Haben wir in diesen zwei Stunden die Stimme Gottes gehört? Vielleicht. Viel intensiver als sonst nahm ich den werdenden Frühling wahr, roch ich den Waldboden und sah das frische Grün zwischen dem welken Laub, und war die ältere Frau, die mich nur zum Zuhören brauchte, vielleicht von ihm gesandt? Da hatte man viel zum Nachdenken bekommen.

So war der Kinoabend mit dem Film „Pilgern auf französisch“ doch sehr entspannend und wohltuend, holte uns mit Humor und schönen Bildern zurück aus der Nachdenklichkeit und hinein in einen schönen geselligen Abend bei Wein, Bier und viel Schokolade.

Nach einer abschließenden Andacht in der Kapelle endete am Sonntag die Gemeindefreizeit. Man ging vertrauter auseinander, als man gekommen war. Begleitet von dunklen Regenwolken starteten die Autos und die drei Fahrräder wieder gen Rügen. Mit einem zwinkern-den Auge verhieß unser Pastor Jörn Kiefer, den drei Radfahrern einen himmelblauen Streifen bis nach Bergen. Und er sollte recht behalten. Ohne einen Regentropfen abzubekommen, erreichten die drei ihr Ziel.

Unserem Pastor kann man einfach glauben.

Heike Zender

Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf. Weltgebetstag 2016 aus Kuba

Gottesdienst in besonderer Form feierten wir am 3. März zum Weltgebetstag.

Nach dem Üben der rhythmischen Lieder, spannenden Informationen über das Land von Hartmut Person und Margit Bettin, wurden die Gebete und Texte aus der kubanischen Weltgebetstagsliturgie lebendig und verständlich und konnten aufrichtig mitgesungen und gebetet werden.

Nach dem Gottesdienst konnten kubanische Gerichte verkostet werden. Einen herzlichen Dank an Katrin Rehfeld, die das Kochen übernommen hatte.

Paula Kiefer

Besuch von der Partnergemeinde der Insel Texel

Im September bekommt unsere Kirchengemeinde wieder Besuch von der holländischen Wattenmeerinsel Texel. Unsere Gäste kommen am zweiten Septemberwochenende. Wir werden wieder auf der Insel unterwegs sein, gemeinsam Gottesdienst feiern und gesellige Abende verbringen. Das Vorbereitungstreffen findet am 18.07.2016 um 19.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Herzliche Einladung an alle, die Interesse haben und mithelfen möchten.

Kirchenöffnung

Wer Interesse hat, bei der Kirchenaufsicht mitzumachen, meldet sich bitte bei unserem Küster Herrn Rösler.

Ein Dankeschön an diejenigen, welche bereits mitmachen.

Kollektenschale

Nachdem im Herbst die Kollektenschale aus der Kirche gestohlen wurde, fanden Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt die aufgebrochene Kollektenschale in einem Gebüsch.

Akustik in der Kirche

Im letzten Gemeindebrief berichteten wir über die noch erforderlichen Projekte zur Verbesserung der Akustik in der Kirche. Mittlerweile ist der Schrank fertiggestellt und die Verkabelung angeschlossen. Somit kann nun von hinten die Lautstärke geregelt werden. Ein deutlicher Vorteil für den Küster. Weiterhin wurden zwei Funkmikrofone angeschafft. Einen herzlichen Dank an die Spender.


Aus dem vorigem Gemeindebrief
St. Marienkirche Bergen
Impressum