Aus dem Gemeindebrief März/April/Mai 2017

Was ist aus Ihrer Schulzeit hängen geblieben? Neulich beim Seniorennachmittag begannen die Damen prompt, den Osterspaziergang aufzusagen: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, / im Tale grünet Hoffnungsglück; / der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück.“ Sie kamen bis zum Schluss!

Ob sie auch den Satz des Pythagoras noch gewusst hätten? Wahrscheinlich nicht, denn der ist zum einen nicht in so schöne Worte gefasst, zum anderen geht die Sehnsucht, von der Goethe in seinem Gedicht spricht, viel mehr zu Herzen. Weil wir sie alle kennen: die Sehnsucht nach dem Frühling, nach neuem Leben, neuer Kraft, nach einem neuen Anfang.

In diesem Jahr feiern wir das 500. Jubiläum der Reformation. Mancher hat vielleicht jetzt schon eine Art Sättigungsgefühl, weil auch Presse und Medien dieses Thema zur Genüge durchkauen. Die Frage ist nur, ob sie sich zum Kern durchbeißen: Reformation heißt Erneuerung, Neu-Formung. Und da ging es den Reformatoren weder um eine Zeitenwende noch um eine Kirchengründung. Den Glauben wollten sie erneuern, das heißt: die Beziehung zu Gott. Im Kern der Reformation steckt der eigene Neubeginn. Als Mensch. Vor Gott.

Und weil das eine Sache ist, die immer aktuell bleibt und immer wesentlich, werden wir auch bei uns in Bergen am Thema Reformation dran bleiben: Unser Glaubensseminar „Expedition zur Freiheit“, das sich auf die Spuren von Luthers Glaubensweg begibt, um den eigenen Weg mit Gott zu entdecken, wird schon begonnen haben, wenn Sie diese Zeilen lesen - aber reinschnuppern geht immer noch: in den Sonntagsgottesdiensten werden sechs große Themen der Reformation für unseren Alltag fruchtbar gemacht.

Am 23. Mai gibt es in unserer Kirche ein musikalisches Theaterstück über Leben und Werk Martin Luthers. Und am 10. Juli kommt Bischof Abromeit zu einem Vortrag über Leben und Werk Martin Luthers ins Gemeindehaus.

Wie gesagt: wichtig ist der Kern. Reformation heißt Erneuerung. Das ist keine Geschichte von „damals“. Es ist unsere Geschichte. Immer wieder. Denn die Sehnsucht steckt ja in uns. Die Sehnsucht nach dem Frühling, nach dem Neuanfang. Es ist letztlich die Sehnsucht nach Ostern, nach der Auferstehung (die wir in diesem Jahr auch einmal anders feiern wollen. Das wusste schon Goethe. Wie heißt es noch in seinem Osterspaziergang: „Jeder sonnt sich heute so gern. / Sie feiern die Auferstehung des Herrn. / Denn sie sind selber auferstanden…“

Ostern steht der eigentliche „Reformator“ im Mittelpunkt, der echte Erneuerer, der auch Luthers Leben neu gemacht hat. Und 500 Jahre später hat seine Verheißung „Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5) dieselbe Kraft:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2Kor 5,17).

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Frühling mit echten Aufbrüchen und dem Mut zum Neuanfang.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pastor Jörn Kiefer

Aus dem Kirchengemeinderat

Am 11. Dezember 2016 wurden die Ältesten im Gottesdienst mit einem Gelöbnis und Segen in ihr Amt eingeführt. Nach dem Gottesdienst fand die konstituierende Sitzung des Kirchengemeinde-rates statt. Zum Vorsitzenden wurde Tino Mehner gewählt. Am 18.12. wurde Michaela Hempel nachträglich eingeführt.

In der Sitzung am 11. Januar wurde der Haushalt 2017 der Kirchengemeinde beschlossen. Dieser betrug bei Einnahmen und Ausgaben 260.900 € (ohne Friedhofskasse und Baukasse). Den größten Anteil bei den Ausgaben haben die Personalkosten mit 142.500 € (Kantor, Küster, Gemeindesekretärin und Gemeindepädagoge). Das größte Budget hat der Bereich Kirchenmusik mit Ausgaben von 94.205 € und Einnahmen von 24.603 €.

Mittel für die Substanzerhaltungsrücklagen der Gebäude können im Haushaltsplan auf Grund der unbefriedigenden Einnahmesituation nicht geplant werden. Hier kann man wie in den Vorjahren nur auf die Clearing-Mittel (Zuweisung nicht verbrauchter Gelder von der Landeskirche) hoffen.

Was der Kirchengemeinde mittlerweile ein Problem bereitet, sind die stagnierenden Einnahmen.

Die Erhöhung der Ausgaben ergibt sich hauptsächlich aus den steigenden Personalkosten und Energiekosten.

Der Verkauf des „Pfarrwitwenhauses“ zieht sich leider hin. Voraussichtlich wird Ende Februar der Notarvertrag unterzeichnet.

Tino Mehner

Einladung zum 4. Frauenfrühstück

Haben wir nicht eben noch nett zusammengesessen, in interessanten Büchern geblättert und Passagen aus ihnen gelesen? Sie sollten Anregung sein, für den einen oder anderen Gabentisch zum Weihnachtsfest.

Schon lächelt beinahe wieder der Frühling um die Ecke. Ja, ein wenig warten müssen wir noch, aber es wird Zeit, an unser nächstes gemeinsames Frühstück zu denken. Einige Frauen aus unserer Gemeinde haben sogar schon danach gefragt. Kein Wunder, denn es ist zu einem wirklich schönen Bestandteil unseres Gemeindelebens geworden. Gemeinsam beten, essen, plaudern, interessante Dinge erfahren, es macht einfach Spaß!

Diesmal möchten wir uns am Sonnabend, dem 01.04.2017 um 9.30 zu einer großen, geselligen Frühstücksrunde treffen. Natürlich wird es wieder sehr informativ und unterhaltsam sein. Frau Christa Heinke, Pastorin in Zinnowitz, hat unsere Einladung gerne angenommen. Sie wird über heilige Frauen in der Geschichte und deren Bedeutung für uns heute sprechen. Ein spannendes Thema, aus welchem sich sicherlich viele Fragen entwickeln werden.

Zum Schluß noch unsere Bitte, wieder etwas Leckeres für unsere Frühstückstafel mitzubringen.

Wir freuen uns schon !

Marion Krentz, Paula Kiefer, Michaela Hempel

Einladung zum Pilgern

Zwischen Wandern und Pilgern gibt es einen großen Unterschied. Jedenfalls wird das immer behauptet. Ich muss sagen, dass ich mir das manchmal nur schwer vorstellen kann. Was macht diesen Unterschied tatsächlich aus? Ist es die besondere innere Einstellung, mit der man sich auf den Weg macht? Ist es der Weg selbst? Die Gruppe? Der Pilgerführer?

Zum Glück gibt es ja immer Menschen mit Erfahrung, Fachleute sozusagen, auf deren Wissen man zurückgreifen kann. So zum Beispiel unseren Küster Norbert Rösler, der sich viel mit der Thematik des Pilgerns beschäftigt hat (siehe Artikel in diesem Gemeindebrief) und sich auch auf den Weg gemacht hat.

Am 1. Juli wird er sich mit denen unter uns, die dieses Geheimnis ergründen wollen, einen Tag auf den Weg machen und ein Stück mit uns pilgern.

Geplant ist, eine Tagesetappe von 12-16km zu laufen und den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen abzuschließen. Im nächsten Gemeindebrief können Sie Genaueres zur geplanten Strecke lesen und auch ein Datum, um sich anzumelden.

Mit Fragen dazu wenden Sie sich bitte an Herrn Rösler.

Auf eine neue Erfahrung, ein Experiment an frischer Luft und neue Begegnungen freut sich

Paula Kiefer

Pilgern im Lutherjahr?

Tja, auch die "Evangelischen" pilgern mehr als man denkt.

Ein kurzer Blick zurück.

Generationen vor uns pilgerten Menschen an besonderen Zeiten zu besonderen Orten, man traf sich an Heiligtümern, sang und betete zur Verehrung Gottes. Die Pilger fühl(t)en sich in der Gemeinschaft ihres Glaubens besonders miteinander verbunden. Pilgern, wo kommt sie her, diese Bereitschaft sich auf den Weg zu machen?

Der Ursprung des Wortes “Pilgern” kommt aus dem Judentum. Auf dem Tempelberg in Jerusalem standen zwei Tempel.

Sie waren das größte Heiligtum der Juden, der letzte von ihnen wurde um 70 nach Christi Geburt zerstört.

Die Thora forderte von den jüdischen Männern, diese Tempel während der Wallfahrtsfeste zu besuchen und Opfer zu bringen- ja vor allem sich vor und für Gott zu freuen. (2.Mose 23, 14-17)

So gab es drei Feste im Jahr, zu denen man nach Jerusalem aufbrechen konnte: Das Befreiungsfest (Passah), das Wochenfest (Schavuot, Fest der Erstlinge bzw. Zeit der Verkündigung der 10 Gebote am Berg Sinai) und das Laubhüttenfest (Sukkot).

Auf dem Weg zum Fest wurde schon intensiv der 121.Psalm gebetet:

Der treue Menschenhüter - Ein Wallfahrtslied.

-Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

-Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

-Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

-Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

- Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

-dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

- Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

-Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Jesus selbst hat man als den Weg bezeichnet (Johannes 14,6)

Schon Luther wusste, dass der christliche Glaube seine stärksten (die biblischen) Erkenntnisse auf dem Weg gemacht hat: Jesus wanderte mit seinen Jüngern durch Galiläa. Nach Lukas 2 pilgerte Jesus (als Zwölfjähriger) mit seiner Familie nach Jerusalem zum Passahfest. Der weltweit bekannte „Osterspaziergang" beruht auf dem Weg der Jünger von Jerusalem nach Emmaus und wieder zurück und zeugt von der Verwandlung, die die Jünger dabei erfahren haben (Lukas 24).

Wer also die Bibel aufschlägt, entdeckt, dass sie voller Weg- und Pilgergeschichten ist.

Richtig, der Reformator Martin Luther (geboren in Eisleben) hat sich recht abfällig über das Pilgern geäußert! - Mit seiner Kritik hat Luther aber vor allem den "Ablass" der damaligen Kirche im Auge gehabt. Mit Geld durch Pilger- und Bußgänge sich ein Stück vom himmlischen Seelenheil erkaufen können? Nicht mit Luther!

Seitdem wurde das Pilgern in der evangelischen Kirche weitgehend abgelehnt.

Notwendigerweise haben sich evangelische Christen auf Studien-, Bildungs- oder Gemeindereisen begeben. Aber Pilgern?

Heute (500 Jahre später) sehen sich Pilger auch auf einem Weg zu und mit Gott.

Nicht jede Pilgertour beginnt mit einem Segen und der Weg ist auch nicht nur mit Gebeten und spirituellen Impulsen gepflastert - dennoch ergeben sich Situationen, die einem Impuls oder einem Segen sehr nahe kommen.

Wer allein oder auch in einer Gruppe "seinen Weg" geht, der kommt schnell ins Gespräch über "Gott und die Welt", auch wird heute noch gerne gesungen und gebetet - mal laut und mal leise - und wer sich nicht allein " AUFmachen" will - nimmt einen Pilgerbegleiter mit auf seinen Weg.

Klar ist, dass die Pilger heutzutage nicht aus den gleichen Gründen wie im Mittelalter unterwegs sind.

Heute suchen sie Ruhe und Entspannung vom Stress in Alltag und Beruf. Und sie suchen vielleicht Antworten auf Sinnfragen.

Ihre Konfession spielt auf dem Weg keine große Rolle: Jeder kann pilgern - jedoch christlich einen Pilgerweg gehen mit Gebet, Lesung und Segen oder mit einem Lied , ähnlich wie man das auch im Gottesdienst tun würde - das ist der ( f)eine Unterschied.

Norbert Rösler

Sommercamp 31. Juli – 6. August 2017

Dieses Jahr gibt es eine Sommerfreizeit unserer Gemeinde für Teens (12-16 Jahre)! Gemeinsam mit der Stralsunder Nikolai-Gemeinde geht es für eine Woche auf ein Pfarrgrundstück nach Abtshagen.

Schon länger gibt es den Wunsch, dass es neben den wöchentlichen Treffen auch einmal eine solche Freizeit gibt. Viel eindrücklicher sind doch die Erlebnisse und die Dynamik in der Gruppe bei einer solchen Aktion. So geschieht manch entscheidender Glaubensschritt auf einer Freizeit oder Rüstzeit, wie man früher sagte.

Mein Wunsch ist, dass genau das bei diesem Sommercamp geschieht. Unser Thema heißt „mutig die Wahrheit erleben“. Wir wollen Jesus begegnen, der von sich sagt „Ich bin die Wahrheit“. Wir wollen Jesus erleben, der für uns alles Entscheidende getan hat!

Bitte erzählen Sie von dieser Aktion und beten Sie mit für Teilnehmer und die Ver-anstaltung selbst.

Genauere Infos gibt es bei mir oder finden sich in den Flyern im Gemeindehaus.

Cornelius Bach

PLAY LUTHER - ein musikalisches Theaterstück

Dienstag, 23. Mai 2017, 19:30 Uhr in der St.-Marien-Kirche Bergen (Eintritt frei, Dank freundlicher Unterstützung des Veranstalters, der Stadt Bergen auf Rügen)

Die beiden Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach bilden die Theatergruppe EURE FORMATION. Ihr aktuelles Stück beschäftigt sich mit dem Leben und Werk Martin Luthers. Autor und Dramaturg des Stückes ist der Theaterfachmann und Kirchenkenner Uwe Hoppe. Die musikalische Leitung übernahm der Musiker Adrew Zbik.

Zwei Ebenen und eine musikalische Brücke bilden den Rahmen für PLAY LUTHER:

Die erste Ebene:

Eine abwechslungs-reiche und unterhaltsame Moderation über die Evangelische und Katholische Kirche unter mittelalterlichen und gegenwärtigen Aspekten. Mit Fragen wie, „Was ist der Ablasshandel unserer Zeit?“ oder „Wie Luther wohl heute reagieren würde?“ wird der Zuschauer angeregt sich und seine eigene Haltung zu überdenken.

Die zweite Ebene:

Im szenischen Spiel werden Momente aus Luthers Leben nachgespielt wie z.B Das Stotternheim-Erlebnis und der daraus resultierende Entschluss Mönch zu werden, der Reichstag zu Worms, Luther als Junker Jörg auf der Wartburg und die damit verbundene Bibelübersetzung. Aber es gibt auch nicht geschichtlich belegte Szenen wie beispielsweise: Luther trifft den Anführer des gewaltbereiten Bauernaufstandes Thomas Müntzer.

Immer wieder mit einem Augenzwinkern, denn das Bildungstheaterstück soll eine „staubfreie Geschichtsstunde“ (Evangelisches Gemeindeblatt Württemberg) sein.

Die musikalische Brücke:

Ausgewählte Lutherlieder wurden zeitgemäß in unterschiedlichen Stilrichtungen z.B. Elektropop, Ragga oder als Volkslied, vertont. Dabei treffen dann E-Schlagzeug und E-Piano auf die 500 Jahre alte Sprache Luthers. Die Musik will damit einen neuen Zugang für alle zu Luthers Sprache schaffen. Lutherfans finden manch weniger bekanntes Lied neu gewürdigt und bei Luther-Neueinsteigern erleichtern die eingängigen Melodien die Auseinandersetzung mit den Texten.

Das Bühnenbild, bestehend aus Dreiecken, symbolisiert die Dreifaltigkeit. Im Laufe des Stückes setzen sich diese Dreiecke zu einem kuppelartigen Gebäude zusammen. Ein stetig wachsender, sich verändernder Raum entsteht. Dieser stellt Luthers sich nach und nach entwickelnde Glaubenswelt dar und weiterführend die Kirche, die sich im stetigen Wandel befindet.

PLAY LUTHER zeichnet in 90 Minuten ein buntes Bild Martin Luthers. Es erinnert an seine Glanztaten, aber auch seine schwierigen Seiten werden thematisiert. Eine spannende Persönlichkeit unter der Lupe.

Kritiken:

Gönnen Sie sich mit PLAY LUTHER einen unterhaltsamen und lehrreichen Blick in die Geschichte der Evangelischen Kirche. Lassen Sie sich von Luthers Glaubensmut anstecken. 500 Jahre Reformation und die Geschichte ist noch nicht zu Ende.“

(Dr. h.c. Frank Otfried July (Württembergischer Landesbischof)

Herzlichen Dank an die beiden Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach, dass sie auf so gute und unkonventionelle Weise uns „unseren Luther“ näher bringen. Das ist ein Bildungstheaterstück für Jugendliche und Erwachsene.“

(Brigitte Lösch, ehemalige Landtagsvizepräsidentin von Baden-Württemberg)

Copyright EURE FORMATION-Joris Haas

Ritterbild

Wusstest Du / Ihr eigentlich ...?

..., dass wir in unserer Kirche ein „Ritterbild“ haben? Gleich zu Beginn der Informationen muss geklärt werden, dass es sich nicht um Ritter im Sinne von Kämpfern mit Schwertern und Haubitzen auf Pferden handelt.

In unserer Kirche hängt ein großes Gemälde mit vier Porträts, welche ein Kreuz umrahmen. Die Porträts werden auch als Brustbilder bezeichnet. Es hat eine Größe von 3,05 m x 1,80 m ohne Rahmen.

Dieses Gemälde ist das „Ritterbild“.

Das oberste Brustbild stellt den Präpositus und Pastor Andreas Ritter dar (1681-1755). Der Nachname dieses Geistlichen ist also die Erklärung für die Bezeichnung „Ritterbild“. Andreas Ritter wurde in Lübeck geboren, hat in Greifswald studiert und wurde 1707 zum Pastor an die St.-Marien-Kirche zu Bergen auf Rügen und zum Präpositus (Probst) der Synode Rügen berufen. Hier wirkte er bis zu seinem Sterbejahr 1755.

Links davon ist Johann-Jakob Pistorius dargestellt (1695–1732). Er war Magister der Philosophie. Seine Zeit als Pastor und Diakon in Bergen war von 1726–1732. Er heiratete am 10.07. 1726 die Johanna Friederike Ritter, welche als eine Tochter von dem oben genannten Andreas Ritter im Pfarrhaus lebte. Leider wurde J. J. Pistorius nur 37 Jahre alt.

Das Brustbild auf der rechten Seite stellt Brandanus Gebhardi dar (1704–1784).

Er wirkte 1733 als Diakon in Bergen. Vier Jahre später, 1737, wechselte er für das Amt als Pastor und Superintendent an die Marienkirche nach Stralsund.

Unterhalb des Kreuzes ist Christian Anton Brunne-mann dargestellt (1716– 1774).

Auch sein Wirken begann mit der Anstellung als Diakon im Jahre 1738 in der Bergener Kirche, bis er ab 1744 als Pastor und später auch als Präpositus hier für die Kirchengemeinde verantwortlich war.

Auffallend sind die hanseatischen Halskrausen bei Dreien der Geistlichen, während der Diakon Gebhardi mit einem Beffchen zu sehen ist.

1896 begann die große Restaurierung in unserer Kirche. Bis dahin war sie weiß ausgekalkt. Das Bild hing in der Apsis auf der rechten Seite (Höllendarstellung). Nach der Freilegung der Malereien wurde es, nun ohne Rahmen, über die Sakristeitür gehängt. Von dort ist es uns in der Form mit der markanten Faltenbildung bekannt.

Im Herbst 2016 wurde das Bild abgenommen, um es im Zuge einer Restaurierung auf Schäden zu untersuchen. Es werden umfangreiche Maßnahmen notwendig werden, um auch diesem Bild die nötige Wertung als einen Schatz in unserer Kirche zu geben.

Eine erste Maßnahme ist der extra gebaute Spannrahmen, in dem sich das „Ritterbild“ jetzt befindet. Als Archivausschuss stehen wir auch für die kostenaufwändige Begleitung der Restaurierung.

Silke Horn

10 Jahre „nebenan“

Wer kann sich nicht noch alles an Matthias Thieme erinnern?! Über sieben Jahre ist er nun schon nicht mehr in Bergen und doch noch vielen im Gedächtnis. Ich war neulich ganz überrascht, als Lydia mir sagte: „Ist dir eigentlich bewusst, dass wir dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum haben?“

Aber es stimmt: Im Februar 2007 ist Matthias Thieme als Pastor im Entsendungsdienst nach Rotensee gezogen und hat das „Gemeindepflanzungsprojekt“ (wie es damals hieß) gegründet. Nur der Name „nebenan“ kam erst einige Jahre später.

Von dem, was Matthias Thieme damals geleistet hat, ist einiges an Frucht geblieben. Das ist heute noch deutlich zu sehen. Vor einigen Wochen fragte ich einen Freund hier, wie und wann er eigentlich wieder mit dem Glauben in Berührung gekommen ist. Seine Antwort: „Na, das war damals mit Matthias, der hat auf so eine lockere, natürliche Art vom Glauben geredet. Und wenn wir da im NBZ waren, hat er so gepredigt, dass es was mit dem Alltag zu tun hatte.“

Wie wir unser Jubiläum feiern, wissen wir noch nicht genau. Jedenfalls sind wir dank-bar für alle Begegnungen, alle Versorgung, alle Gebete und Gottes Führung!

Unser Dank gilt auch der Kirchengemeinde, die „nebenan“ so viel Rückendeckung und Unterstützung gibt!

Cornelius Bach

Einladung zur Freizeit

Geschwister: Vorbilder, Rivalen, Vertraute“

Herzliche Einladung zur Gemeinde-Freizeit 12.-14. Mai 2017 in Weitenhagen bei Greifswald

Die Geschwisterbeziehung ist in der Regel die längste Beziehung eines Lebens. In welcher Geschwisterkonstellation ich aufwachse, prägt mich und mein Leben. Sich das bewusst zu machen, kann helfen, persönliche Eigenheiten und Lebensentwürfe - oder auch die der eigenen Kinder - besser zu verstehen.

Samstagvormittag ist Zeit zum Nachdenken und Diskutieren. Für die Kinder gibt es ein Extra-Programm. Am Nachmittag werden wir dann als „Geschwister im Glauben“ gemeinsam kreativ. Es wird aber auch Zeit zum Entspannen, für Gespräche und Spaziergänge sein.

Wer? Alle, die Lust auf Gemeinschaft und ein spannendes Thema haben. Die Leitung hat Pastor Kiefer.

Wann? 12.-14.5.2017, Freitagabend 18 Uhr mit dem Abendessen bis Sonntag 13 Uhr nach dem Mittagessen.

Wo? Friedrich-Wilhelm-Krummacher-Haus, Hauptstr. 94, 17498 Weitenhagen bei Greifswald. Ein schönes, modernes Haus in idyllischer Umgebung, mit Kinder- und Seminarräumen und Vollverpflegung.

Preis: 90 € Erwachsene, 40 € für Kinder ab 3 Jahren. Wenn jemand das nicht aufbringen kann, wird der Rest aus der Gemeindekasse und aus Spenden finanziert. Aus finanziellen Gründen soll jedenfalls niemand zu Hause bleiben!

Anmeldung: Bis spätestens 30. April bei Pastor Kiefer oder im Gemeindebüro abgeben. Bitte nicht zu lange warten, die Plätze sind begrenzt!

Anreise: Mit allen, die sich anmelden, sprechen wir bei Bedarf Mitfahrgelegenheiten ab

Aus dem vorigem Gemeindebrief
St. Marienkirche Bergen
Impressum