Aus dem Gemeindebrief September/Oktober/November 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

die Ferien gehen zu Ende und damit für viele auch die Urlaubszeit. Manche haben andere Städte erkundet, vielleicht sogar ferne Länder. Andere haben Freunde und Verwandte besucht. Sie wurden hoffentlich gut aufgenommen. Denn auf Reisen sein, heißt zu Gast sein - sei es privat oder in "Gasthäusern", wie man früher gesagt hat. Als Gast hat man ein feines Gespür dafür, ob man willkommen ist oder nicht. Und wer sich übersehen fühlt oder gar den Eindruck hat zu stören, ist schnell wieder weg und kommt nicht wieder.

Manchmal höre ich Geschichten wie diese: "Als ich vor einem Jahr nach Bergen gezogen bin, war ich ein paar Mal beim Gottesdienst. Aber da hat mich nie jemand angesprochen. Da bin ich dann weggeblieben." Oder jemand sagte nach unserem letzten Willkommen-Gottesdienst: "Warum heißt der eigentlich so? Ich hatte das Gefühl, die Gottesdienst-Besucher waren nur mit sich beschäftigt."

Manchmal fragen mich Leute aber auch: "Wer ist denn der nette Mann, der mich in der Kirche immer so freundlich begrüßt?" Oder Urlauber sagen nach dem Gottesdienst: "Wir kommen jedes Jahr zu Ihnen. Bei Ihnen fühlen wir uns wie zu Hause - auch unsere Kinder."

So unterschiedlich kann Kirche sein. So unterschiedlich erleben wir ja auch selbst unsere Gemeinde: Manchmal ist es "Veranstaltung", manchmal aber auch "Familie". Was für ein Unterschied! Und was ihn ausmacht, sind kleine, machbare Schritte: Herzlichkeit, Offenheit, Gastfreundlichkeit. Wer selbst jemals in eine neue Umgebung gekommen ist und Kontakte gesucht hat, weiß, was ich meine. Aber auch für Alteingesessene sind es genau diese Dinge, die das Leben ausmachen: herzliche, offene, gastfreundliche Menschen.

Neulich fragte mich jemand: "Darf man in der Kirche vor dem Gottesdienst denn den Leuten die Hand schütteln? Das ist doch nicht üblich." - Ja, man darf. Manchmal ist es dran, mal das Übliche zu durchbrechen! - "Aber ich kann doch nicht jemanden, den ich gar nicht kenne, ansprechen..." Doch, du kannst! Ich sage unsern Leuten immer: Sprecht die ersten fünf Minuten nach einem Konzert oder einem Gottesdienst mit den Menschen, die ihr nicht so gut kennt. Danach ist Zeit für alle anderen.

Paulus schreibt im 12. Kapitel seines Römerbriefes von den Dingen, die für Christen wirklich wichtig sind. Das ist der Beginn seiner Liste: "Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft."

In der Adventszeit wird es wieder eine besondere Gelegenheit sein, Gastfreundschaft auszuprobieren (siehe S. 8).

Ihr Pastor Jörn Kiefer

Seniorennachmittag unterwegs

Am Mittwoch, dem 21. September, sind alle Teilnehmer unserer Seniorenkreise herzlich zu einem Ausflug eingeladen.

Wir fahren mit Kleinbussen und PKW und sammeln Sie an den üblichen Haltestellen ein: in der Störtebekerstr. 34 (Abfahrt 14:00 Uhr), Bergen-Süd Apotheke (Abfahrt 14:00 Uhr), und Gemeindehaus (Abfahrt 14:30 Uhr).

Unsere Reise führt uns diesmal in den Westen der Insel Rügen. Gegen 18.30 Uhr werden wir wieder zu Hause sein.

Die Fahrt kostet 10 Euro. Wenn Sie mitfahren möchten, melden Sie sich bitte bis zum 14.9. bei mir oder im Gemeindebüro an. Wenn nach Anmeldeschluss noch Plätze in den Autos frei sind, können wir gern auch Gäste mitnehmen.

Ihr Pastor Jörn Kiefer

Goldene Konfirmation 2016

Am Sonntag, dem 9. Oktober 2016 wollen wir in der Sankt Marienkirche das Fest der Goldenen Konfirmation feiern. Zu dem um 10.30 Uhr beginnenden Gottesdienst möchten wir alle Goldenen Konfirmanden/Innen herzlich einladen.

Gemeinsam mit anderen ehemaligen Konfirmanden/Innen wollen wir uns an diesem Tage der Konfirmation vor 50 Jahren erinnern und das Abendmahl miteinander feiern.

Da wir nur alle 2 Jahre einen Gottesdienst zur Goldenen Konfirmation feiern, sind alle Konfirmanden/Innen der Jahrgänge 1965 und 1966 angesprochen.

Aber auch wer in einer anderen Gemeinde oder vor mehr als 50 Jahren eingesegnet wurde und bislang nicht an einem solchen Gottesdienst teilnehmen konnte, ist selbstverständlich ebenso herzlich eingeladen.

Bitte melden Sie sich bei Interesse telefonisch im Gemeindebüro.

Sie erhalten danach noch eine persönliche Einladung mit allen Einzelheiten.

Bitte sagen Sie den obigen Termin auch Ihren ehemaligen Mitkonfirmanden/Innen weiter.

Ihr Pastor Jörn Kiefer

Einladung zum 3. Frauenfrühstück

WIRKLICH, es ist bereits das 3. Mal, dass wir zum Frauenfrühstück in unser Gemeindehaus einladen. Wäre es nicht schön, wenn es zu einer festen Institution in unserem Gemeindeleben werden könnte? Die Frauen, die dabei waren, können sich sicherlich an einen überreichlich gedeckten Frühstückstisch, nette Gespräche, gemeinsame Gebete und Lieder sowie interessante Themen erinnern. Denken wir nur an die spannende und informative Kirchenführung mit Herrn Rösler beim letzten Mal.

Diesmal möchten wir uns am Sonnabend, den 05.11.2016 um 9.30 zu einer großen, geselligen Frühstücksrunde treffen. Damit auch tatsächlich jede Frau dabei sein kann, haben wir wieder eine Kinderbetreuung organisiert. Sollte hier Bedarf bestehen, bitten wir um vorherige Anmeldung.

Natürlich wird es wieder sehr unterhaltsam sein. Da Anfang November schon jeder von uns nach kleinen Überraschungen für die Weih-nachtszeit sucht, haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Wir wollen uns und allen, die daran Spaß haben, die Möglichkeit geben, in kurzer Form ein nettes Buch vorzustellen. Vielleicht ist ja eine kleine Anregung für den weihnachtlichen Gabentisch dabei. Nur Mut, jeder kann, aber keiner muss.

Zum Schluss noch unsere Bitte, wieder etwas Leckeres für unsere Frühstückstafel mitzubringen.

Wir freuen uns schon !

Marion Krentz, Paula Kiefer, Michaela Hempel

Aktion Weihnachten im Schuhkarton

Wichtige Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus.

Möglicherweise ist die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ein solches Ereignis. Auf jeden Fall muss es von langer Hand geplant werden. Lange bevor wir an Weihnachten denken, werden die Schuhkartons wieder auf die Reise gehen, um rechtzeitig bei den Kindern, für die sie gepackt werden, ankommen zu können. Obwohl viele Familien im letzten Jahr Flüchtlinge vor Ort oder in direkter Nachbarschaft unterstützt haben, konnten wir 50 weihnachtliche Kartons auf die Reise schicken und damit 50 Kindern auf der Welt eine Weihnachtsfreude bereiten. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben.

Für alle, die wieder einen Karton verschicken möchten, sei hier schon einmal der letzte Abgabetermin bekannt gegeben. Alle Schuhkartons müssten bis zum 15.November im Gemeindebüro abgegeben werden. Ab Oktober werden Sie im Gemeindehaus und in der Kirche die entsprechenden Flyer finden.

Allen, die sich an der Aktion beteiligen, sei schon jetzt einmal herzlich gedankt.

Paula Kiefer und Katrin Rehfeld

Lebendige Herbergssuche – Gemeinschaft pflegen

Einige von Ihnen haben sich in der Fastenzeit vor Ostern auf den Weg gemacht, Menschen aus der Gemeinde zu besuchen, haben neue Kontakte geknüpft und dabei neue Gesichter kennengelernt.

Vielleicht gehören Sie zu denen, die sich auf den Weg gemacht haben, vielleicht gehören Sie aber auch zu denen, die sich noch nicht getraut haben, dabei zu sein. Vielleicht warten Sie auf eine neue Gelegenheit, andere zu besuchen.

NUN IST ES SOWEIT.

Unter dem Titel „Lebendige Herbergssuche“ soll in der Adventszeit 24 Tage lang wieder Zeit für Besuche und Begegnungen sein.

Unsere katholische Nach-bargemeinde hier in Bergen besitzt dieses Schränkchen als fest montierte Krippe. Schon seit Jahren beher-bergen die katholischen Gemeindeglieder Maria und Josef in der Adventszeit. Ähnlich wie wir uns in der Zeit vor Ostern in Listen eingetragen haben, funktioniert auch diese „Herbergssuche“. Gemeinsam mit unseren katholischen Geschwistern wollen wir der Krippe mit Maria und Josef jeweils für eine Nacht Quartier anbieten. Praktisch heißt das, dass Sie sich wieder in eine Liste eintragen können, in der Sie einen Termin anbieten, an dem derjenige, der die Krippe vor Ihnen beherbergt, diese zu Ihnen bringt. Diese Zeit kann wieder für Gespräche, ein kleines Kaffeetrinken genutzt werden. Gleichzeitig sind auch alle anderen Gemeindemitglieder, die Lust und Zeit haben, eingeladen, dazu zu kommen. Am folgenden Tag dürfen Sie die Krippe in ihre nächste Herberge weitergeben.

Das klingt zu kompliziert? Ist es aber nicht. Eine Liste wird wieder im Gemeindebüro und beim Kirchenkaffee ausliegen. Ebenso wird es möglich sein, sich auch über das Internet in diese Liste einzutragen. Absprachen, um die Krippe zu transportieren, sind jederzeit möglich. Sicher finden Sie jemanden, der Ihnen dabei hilft. Auch das fördert den Kontakt untereinander. Sollte sich am Folgetag niemand in die Liste eingetragen haben, dürfen Sie die Krippe so lange bis zum nächsten eingetragenen Termin bei sich behalten.

Noch sind die Tage lang, die Sonne wärmt und Blumen blühen im Garten. Sicher mögen viele noch gar nicht an die Adventszeit denken. Bewegen Sie diese Idee trotzdem in Ihrem Herzen! Halten Sie ab November Ausschau nach den Besuchslisten oder sprechen Sie mich an!

Ich bin gespannt, ob und wie es uns gelingt, Maria und Josef auf ihrer Herbergssuche zu begleiten und bin sicher, dass neue lebendige Beziehungen und Kontakte entstehen und wachsen können.

Wenn wir uns trauen, uns auf den Weg zu machen.

Paula Kiefer

Interview mit Julian Krentz

(TM) Julian, Du engagierst Dich schon lange in der Jungen Gemeinde, im Posaunenchor und in der Jugendband, doch damit ist nun bald Schluss für Dich. Erzähl uns mal, warum das so ist.

Ich werde für eine FSJ beim ASB für ein Jahr die Insel Richtung Bremen verlassen. Daher bin ich fürs erste von Rügen weg, aber bin schon auf der Suche nach musikalischem und kirchgemeindlichem Anschluss, was zum Glück nicht schwer fällt.

Wer spielt zukünftig die Bassgitarre in der Jugendband?

Hier bin ich besonders froh, dass uns durch Bianca (E-Gitarre) die Anwerbung meiner Nachfolgerin Ulli gelang, die mich schon bei den letzten Auftritten immer wieder ablöste und der ich mein „Amt“ ruhigen Gewissens übergeben kann. ;-)

Was wirst Du vermissen, mit Blick auf die Stadt, und mit Blick auf die Kirchengemeinde?

Wie mein großer Bruder Sebastian sagte: Süßwasser schmeckt nicht. Neben meinen Freunden, Familie und der Musik ist das Wasser für mich als Rettungsschwimmer von großer Bedeutung. Mal schauen, ob man auch das Weserwasser genießen kann…

Was war für dich wichtig im Gemeindeleben?

Wunderbar war für mich zu erleben, wie sich die Gemeinde in meiner Kindheit verjüngte und die Kinder- und Jugendarbeit viel Schwung bekam. Später prägte das Selbstgestalten und Bestimmen dieser meine Jugendzeit in der Gemeinde. Viele tiefe Freundschaften begannen in dieser Zeit, bei denen ich mir sehr sicher bin, dass sie halten werden.

Gibt es einen Bibelvers, der dir viel bedeutet?

Mein Konfirmationsspruch im 1. Samuel 12, 24 begleitet mich in meinem Alltag, vor allem weil er ja selbstausgesucht ist und ich mich in der Vorkonfizeit zum ersten Mal so richtig mit dem Glauben auseinandersetzte.

Auf welche Frage hättest Du gern von Gott eine Antwort?

Wie kann man die Menschen vom Erfolg eines friedlichen Miteinanders überzeugen?

Vielen Dank für die interessanten Antworten, und Gottes Segen für Dich.

Das Festmahl

Schon einige Wochen liegt es zurück, das zweite Frauenfrühstück unserer Bergener Kirchengemeinde.

Gemäß dem vorgetragenen Text von Gerhard Schöne:

„… Jeder bringt etwas ein. Jeder nimmt etwas mit. Ein Törtchen, ein Wörtchen, ein Lied. …“ trafen sich fast 20 Frauen gemischten Alters Mitte März im Gemeindehaus.

Neben dem reichlichen Frühstück, zu dem alle feine Köstlichkeiten mitbrachten, gab es auch besinnliche Impulse und gemeinsames Singen mit musikalischer Unterstützung durch Diana Kliem und Carmen Prinz.

Aufbrechen mussten wir schließlich, um in der Marienkirche unseren Küster Norbert Rösler zu treffen. Er erklärte einige der Wandmalereien im Altar-raum, dann wurden die 14 Heiligen im rechten Seiten-flügel, ausgiebig betrachtet und erläutert.

Der Vormittag ging viel zu schnell vorbei. Längst war noch nicht alles erzählt und ausgetauscht.

Herzlich danken möchte ich Paula Kiefer und Marion Krentz für die Initiative und Organisation.

Der nächste Termin steht schon fest: der 5. November 2016 sollte sich in den Kalender notiert werden, es lohnt sich!

Maren Wriske

Kinderkirchentag

Mit dem Thema „Gesucht. Gefunden. Geliebt.“ haben sich am 18.6. ungefähr 20 Kinder beim Kinderkirchentag beschäftigt. Die Kinder erlebten die Gleichnisse vom verlorenen Schaf und der verlorenen Goldmünze. Sie durften ausprobieren, wie es ist, wenn man ganz angestrengt und lange etwas suchen muss und wie viel Geduld manchmal dazu gehört, eine lange Suche nicht aufzugeben. Sie hörten davon, dass Gott uns alle so sehr liebt, dass er uns immer genau so suchen würde, jeden einzelnen von uns.

Als Erinnerung für zuhause bastelten die Kinder Lesezeichen mit einer geprägten Goldmünze oder ein kleines Schaf als Stabpuppe.

Es war ein fröhlicher Vormittag, sowohl für die Kinder als auch für die ehrenamtlichen Helfer des Kindergottesdienstteams.

Der nächste Kinderkirchentag wird am 8.10. stattfinden. Im Gemeinderaum, im Garten und an den Basteltischen ist noch Platz, so dass Sie gern dazu einladen oder Freunde mitbringen dürfen.

Im Namen des Kindergottesdienstteams

Paula Kiefer

Dreiklang 2016 – das Chorfest der Nordkirche

Wer kommt mit nach Lübeck?“ Bereits im Januar hatte unser Kantor Frank Thomas für das „Dreiklang 2016 - Chorfest der Nordkirche“ geworben. Vom 15.-17. Juni 2016 sollten sich hier bis zu 3.000 Chormitglieder aus der gesamten Nordkirche treffen. Ich hatte das erste Dreiklang Chorfest 2012 in Greifswald noch in guter Erinnerung und schnell den Entschluss gefasst: Da will ich hin. Dazu hatten sich auch weitere 12-15 Chor-sängerinnen und -sänger unserer Kantorei entschlossen. Und die attraktive alte Hansestadt Lübeck mit seinen schönen alten und neueren Kirchen und den vielen privaten Gastgebern, die den von teilweise weit Angereisten Quartier für zwei Nächte gaben, ist dafür wie geschaffen.

Bereits mit dem Eröffnungskonzert in St. Marien ging es stark los. Chorkonzert, Orgelklänge und gemeinsames Singen stimmten uns in das Miteinander der vor uns liegenden Tage und Begegnungen ein.

Der lange Samstag - und das Programm war so voll, dass man gar nicht alles geschafft hat - begann mit einem musikalischen Auftakt auf dem Lübecker Markt. Von hier aus ging es in eins der über 20 verschiedenen Chorateliers, für welches man sich im Vorfeld entscheiden musste, und zum zeitgleich stattfindenden ersten Jugendchortreffen der Nordkirche im Lübecker Dom.

Ich hatte mich für Bläser und Chor entschieden, hätte aber auch z.B. bei Synagogalmusik, Romantische Chormusik, Doppelchöre, Bachkantate …. mitmachen können. Der Ateliersleiter hatte ein paar verschiedene Lieder und Stücke rausgesucht, die wir zuvor unbekannten Menschen schnell miteinander zu einem Gesamtwerk erklingen lassen konnten. Erstaunlich, wie schnell man in einem zusammengewürfelten Chor Kontakt zu Mitsängerinnen und -sängern bekommt und so erfährt, wie groß die Nordkirche ist. Und überall singt und spielt man zusammen und hat Spaß an der Musik zum Lobe Gottes. Für mich war interessant zu erleben, wie man Bläser- und Chormusik auf unterschiedlichste Art kombinieren kann. Im Anschluss an unser Proben konnten wir im kleinen Kreis von ca. 4-5 Ateliers unsere Stücke gegenseitig vorstellen und so erfahren, wie unterschiedlich Chormusik sein kann.

Weitere Höhepunkte des Tages waren das Jugendchorkonzert im Dom, der Abend der Begegnung - der leider wegen des aufkommenden Regens buchstäblich ins Wasser fiel und abgebrochen werden musste - und die Nacht der Chöre in zwei Kirchen Lübecks.

Am Sonntag gestalteten die Teilnehmer in 30 Gemeinden in und um Lübeck die Gottesdienste mit. Wir von der Kantorei St. Marien Bergen waren zusammen mit dem Chor der Gemeinde Büchen für den Gottesdienst in Groß- Grönau, ca. 10 km vor den Toren der Stadt Lübeck, eingeteilt. Jeder hoffte, dass der andere Chor die im Gottesdienst zu singenden Stücke bereits gut geprobt hatte. Zu unserer Überraschung wurde es ein sehr schöner Festgottesdienst, in dem ein Kind getauft und die Eltern kirchlich getraut wurden.

Besonders bewegt hat mich der Abschluss-gottesdienst in der Marienkirche. Nicht nur wegen der Aufführung des modernen Gesamtwerkes „Himmel, Erde, Luft und Meer“, in dem Chor/ Gemeinde und Bläser abwechselnd die einzelnen Strophen in unterschiedlichen Chorsätzen aufführen. Es waren auch die Worte der Bischöfin Fehrs (Sprengel Hamburg und Lübeck) die mich im Herzen berührten: "Singen ist eine Hoffnungssprache, die die Welt braucht.

Das Chorfest zeigt eine tragende Gemeinschaft der Singenden, die viel mehr ist als ein Zusammenklang von Stimmen. Es erklingt eine eigene Sprache des Glaubens. Singen ist eine Hoffnungssprache, die die Welt braucht. Weil sie über das hinaussingt, was jetzt ist. Sie ist aufrichtig, voller Ehrlichkeit, Tiefe und Glauben, dass es gut werden wird.“ Für mich waren dies aktuelle und hoffnungsvolle Worte nach dem Terrorakt in Nizza und dem Putschversuch in der Türkei, die in den beiden Tagen zuvor stattfanden.

Viel zu schnell war das Chorfest zu Ende gegangen und die Erlebnisse klingen immer noch nach. Auf dem Heimweg spekulierten wir, wann und wo denn das nächste Chorfest der Nordkirche stattfinden wird. Ich denke, ich werde wieder dabei sein.

Andreas Hampel

Kirchengemeinderatswahl

Der Countdown für die Wahlvorschläge zum Kirchengemeinderat läuft.

Bis zum 8. Sonntag vor der Wahl (18.September) können wahlberechtigte Gemeindeglieder Wahlvorschläge schriftlich einreichen. Zweckmäßigerweise auf einem von der Nordkirche vorgefertigten Formular, welches im Gemeindebüro/Gemeinde-haus/Kirche ausliegt oder im Internet (www.kirche-bergen.de/ download/) erhältlich ist.

Wer ist wählbar?

Wählbar ist jedes Gemeindeglied, das

bereit ist, an der Erfüllung der Aufgaben des Kirchengemeinderats gewissenhaft mitzuwirken

bereit ist, am kirchlichen Gemeindeleben, insbesondere am Gottesdienst, teilzunehmen,

zu Beginn des Wahlzeitraums (13.11.) das 18. Lebensjahr vollendet hat,

bereit ist, das Gelöbnis abzulegen,

insbesondere bereit ist, Wesen und Auftrag der Kirche zu vertreten,

wie sie in Artikel 1 der Verfassung niedergelegt sind.“

Geh´aus mein Herz

und suche Freud.“

Dieses allseits bekannte Gesangbuchlied begleitete die Besuchskreisgruppe zu ihrer diesjährigen Ausfahrt.

Mit den Besichtigungen der katholischen und evangelischen Kirchen in Garz, gab es auch Erstaunen bei den Teilnehmerinnen.

In der Herz-Jesu-Kirche konnten wir uns ein Gemälde der Künstlerin Sylvia Vandermeer anschauen „ Die Landung der Heiligen Birgitta auf Rügen“. Birgitta von Schweden (1303-1373) pilgerte 1341 mit ihrem Ehemann nach Santiago de Compostella. Auf dem Pilgerweg hatte sie eine himmlische Erleuchtung und gründete danach den „Birgitten-Orden“. Nach ihrer Heiligsprechung blieb sie damit im gesamten Ostseeraum präsent. Das Gemälde hat eine leuchtende Farbigkeit. Es zeigt Menschen aus dem aktuellen Umfeld der katholischen Gemeinde in einer realistischen Lebendigkeit.

Pastor Giesecke gab uns mit seiner Andacht zum Losungstext aus 1. Joh. 4,1 „Ihr Lieben, glaubt nicht einem jedem Geist, sondern prüft die Geister.“ mutmachende Gedanken und Anregungen mit. Es erklangen die Strophen zu dem uns begleitenden Gesangbuchlied in der St. Petri Kirche.

Im Hof-Cafe „Mäusewinkel“ in Puddemin erfuhren wir Neuigkeiten zum Museumshof von der Inhaberin Frau Zeitz. Die gemeinsame Zeit in der Ruhe nutzten wir ebenfalls, um uns ganz realistisch über die Arbeit des Besuchskreises auszutauschen.

Uns bleibt die Freude im Herzen, als Teil der Gemeinde diese Aufgabe bisher wahrgenommen zu haben.

Für den Besuchskreis

Silke Horn

Aus dem vorigem Gemeindebrief
St. Marienkirche Bergen
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