Aus dem Gemeindebrief Dezember 2016 / Januar / Febrauar 2017

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Psalm 119,105)

Liebe Leserinnen und Leser,

die dunkle Jahreszeit ist da. Die Sonne zeigt sich höchstens für ein paar Stunden. In diesen Tagen wird einem bewusst, wie sehr wir Licht brauchen. Äußerlich und innerlich. Wir sehnen uns nach Wärme und Licht. Da kommt die Advents- und Weihnachtszeit gerade richtig. Es sind ja nicht nur die Kerzen, die einen warmen Glanz verbreiten. Was uns gut tut, ist die Botschaft, die unsere Kerzen ausstrahlen: Dass Gott durch Jesus Christus ein Licht angezündet hat, das niemals verlischt - in unsern Herzen, in unserer Welt.

Ich möchte Sie einladen, dieser Botschaft und ihrem Glanz neu auf die Spur zu kommen. In unserem Gemeindebrief finden Sie dazu Anregungen.

Manchmal muss man sich dazu einfach mal auf den Weg machen. Diesen Gedanken hat Martin Luther aus dem obigen Psalmvers herausgelesen: Gottes Wort will nicht nur unser Leben optisch aufhübschen, es will Licht für die Füße sein.

Das ist ein wunderbarer Satz. - Warum heißt es nicht: Meiner Augen Leuchte und ein Licht für mein Sehen?

Weil man die Augen gefangen nehmen muss unter den Gehorsam Christi, und sich vom Wort allein führen lassen, das man nicht sieht, sondern nur mit den Ohren vernimmt. Denn wir glauben unsichtbare, aber nicht unhörbare Dinge.

Darum erleuchtet das Wort nicht die Augen. Dennoch ist es eine Leuchte, weil es die Füße lenkt. - Nicht verstehen musst du, sondern wollen, nicht wissen, sondern tun. Und du wirst nicht irren, wenn du glaubst und wandelst, auch wenn du nichts siehst.

Folge du nur ruhig dem Gehörten, denn SEIN Wort wird deinen Füßen eine Leuchte und ein Licht auf deinen Wegen sein.

Die Glaubenspraktiker sind erleuchteter als die Glaubensspekulierer. (WA 4,356)

Mit diesen Licht-Gedanken von Martin Luther - passend zu Advent und Weihnachten im Jubiläumsjahr der Reformation - grüße ich Sie herzlich

Ihr Pastor Jörn Kiefer

Lebendige Herbergssuche Besuche im Advent

Nun ist es tatsächlich so weit. Wie im vergangenen Gemeindebrief angekündigt, wollen wir es wagen, mit unseren katholischen Geschwistern Maria und Josef Quartier zu geben. Die katholische Gemeinde besitzt dieses Schränkchen als fest montierte Krippe. Diese soll in der Adventszeit von Haus zu Haus weiter gegeben werden.

Praktisch heißt das, dass Sie sich in eine Liste eintragen können für einen Tag, an dem Sie die Türen Ihrer Wohnung öffnen, um die Krippe und weitere Gäste zu empfangen. Ebenso bedeutet es, dass Sie in der Regel die Krippe an diesem Tag von Ihrem Vorgänger gebracht bekommen und am nächsten Tag zu dem in der Liste stehenden Nachfolger bringen müssen. Individuelle Absprachen zum Holen und Bringen der Krippe sind jederzeit möglich. Dafür bitte unbedingt auch die Telefonnummer in die Liste mit eintragen.

Diese Zeiten können dann jeweils wieder für Gespräche, ein kleines Kaffeetrinken und Begegnungen genutzt werden. Gleichzeitig sind auch andere katholische und evangelische Gemeindemitglie-der eingeladen, dazu zu- kommen.

Es gibt also zwei Möglichkeiten bei dieser gemeinschafts-fördernden Aktion dabei zu sein:

Sie können zum einen Ihre Türen öffnen und einladen und die Krippe selbst beherbergen. Dazu können Sie sich unter dem Link http://doodle.com/poll/xg55i8b8iy7k3q2m in eine Liste eintragen. Bitte geben Sie dabei Ihre Adresse und Telefonnummer an und die genaue Zeit, in der Sie Besuch empfangen möchten, um die Krippe weiter zu geben. Zu bedenken ist, dass für den Transport der Krippe ein Auto nötig ist.

Zum anderen können Sie sich an der Gemeinschaft erfreuen und einfach als Gast zu den Besuchsterminen dazu kommen. Dazu wird an den Adventssonntagen in der Kirche eine Liste ausliegen. Ebenso können Sie diese im Gemeindebüro erfragen. Als Gast dazu kommen können Sie natürlich auch jederzeit, auch wenn Sie sich als Gastgeber in die Liste bereits eingetragen haben.

Trauen Sie sich, dabei zu sein. Laden Sie selbst ein oder seien Sie Gast, ganz nach Ihren Möglichkeiten. Beides gehört zusammen, um Begegnungen und Gemeinschaft möglich zu machen.

Ich bin gespannt, ob und wie es uns gelingt, Maria und Josef auf ihrer Herbergssuche zu begleiten und hoffe, dass wieder neue und lebendige Beziehungen und Kontakte entstehen und wachsen können.

Wenn wir uns wagen, uns auf den Weg zu machen.

Paula Kiefer

Weltgebetstag am Freitag, dem 3. März 2017

Herzliche Einladung an alle Männer und Frauen zum Weltgebetstag der Frauen, den in diesem Jahr Frauen von den Philippinen vorbereitet haben.

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder wie im letzten Jahr im Gemeinderaum feiern.

Wir beginnen um 18.00 Uhr im Gemeindehaus mit einer Andacht, werden aus erster Hand Informationen über die Philippinen erhalten und gemeinsam philippinische Gerichte verkosten.

Damit wir planen können, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro an. Aber natürlich sind auch „Kurzentschlossene“ herzlich willkommen.

Ein Team von Frauen aus unserer und der katholischen Gemeinde haben sich im November bereits zur Vorbereitung des Abends getroffen. Wer sich an dieser Vorbereitung noch beteiligen möchte, ist herzlich am 23. Januar zu einem weiteren Termin ins Gemeindehaus eingeladen.

Im Namen des Vorbereitungsteams

Paula Kiefer

Gemeinsam auf dem Weg sein: "Expedition zur Freiheit"

Ein Glaubenskurs im Reformationsjahr: 26.2.-5.4.2017

Gemeinsam unterwegs sein sollten wir als Kirchengemeinde immer. Aber bei einer so großen „Reisegruppe“ verliert man manchmal einige aus dem Blick. Deshalb wollen wir in der kommenden Passionszeit wieder mal eine Aktion starten, bei der wir einander näherkommen können. Damit es wirklich eine Gemeindeaktion wird, wäre es schön, auch Sie dabei zu haben.

Vor einigen Jahren gab es schon einmal eine solche „Expedition“. Damals war es eine Reise zum eigenen ICH. Viele von uns haben auf diesem Kurs spannende Entdeckungen gemacht und sind in ihrem Glauben ein Stück gewachsen. Dieses Mal wollen wir das Reformations-jubiläum zum Anlass nehmen und uns auf eine Entdeckungs-reise zu den großen Fragen der Reformation machen. So viel darf ich Ihnen versprechen: Wer die Kerngedanken der Reformation an sich ranlässt, wird erleben, dass sie auch heute noch die Kraft und Tiefe haben, das Leben zu erneuern - zu „re-formieren“.

Unsere „Expedition“ besteht auch diesmal aus drei Elementen: Ein Kapitel, das heißt täglich zwanzig Minuten, liest jede und jeder für sich aus dem Buch „Expedition zur Freiheit“. Jeden Mittwoch laden wir zu Gesprächen in Kleingruppen ein. Und immer sonntags wird das Thema der Woche im Gottesdienst vertieft.

Buch

In den 40 kurzen Kapiteln der „Expedition zur Freiheit“ lernen Sie die entscheidenden Lebens- und Glaubensentdeckungen Martin Luthers und seiner Wegbegleiter kennen. Wer das Buch liest und den Anregungen zum Weiterdenken folgt, erfährt aber nicht nur, welche Glaubensschätze die Reformatoren gehoben haben, sondern auch welche Bedeutung diese Entdeckungen 500 Jahre später für unser persönliches Leben haben können.

Gottesdienste

Die Gottesdienste sind das Zentrum der Gemeinde und während der „Expedition“ das Basislager, in dem die Teilnehmer Kraft tanken können und sich ausrüsten für den weiteren Weg. Die sechs Gottesdienste vom 26.2. bis 2.4.2017 werden sich um die sechs zentralen Themen der Reformation drehen: GNADE, GLAUBE, CHRISTUS, BIBEL, KIRCHE, FREIHEIT. Diese Themen haben auch 500 Jahre später nichts an Bedeutung verloren - man muss sie nur richtig „übersetzen“. Unsere Gottesdienste während der „Expedition“ finden alle im geheizten Gemeindehaus statt.

Kleingruppen

Eine erfolgreiche Expedition braucht gute Teams. Wir bieten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, in Kleingruppen miteinander ins Gespräch zu kommen, um die Eindrücke und Erfahrungen der Reise zu verarbeiten. Der Gedankenaustausch soll helfen, das Gehörte und Gelesene in das Abenteuer des Alltags zu übertragen. Wir treffen uns vom 1.März bis 5.April immer Mittwoch 19.30 Uhr im Gemeindehaus. Nach einem gemeinsamen Abendessen teilen wir uns in Gesprächsgruppen, die am besten während der ganzen Expedition zusammenbleiben.

Neugierig geworden? Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro oder bei mir persönlich an, damit wir die Bücherbestellungen rechtzeitig aufgeben können. Es wäre schön, wenn Sie bei allen drei Elementen des Kurses dabei sein könnten, aber natürlich ist es auch möglich, nur das Buch zu lesen oder erst einmal versuchsweise in einen der Gottesdienste oder Gesprächsabende reinzuschauen.

Ihr Pastor Jörn Kiefer

Weihnachtsoratorium am 3. Advent, 11. Dezember 2016 um 17:00 Uhr in St. Marien zu Bergen auf Rügen

Zum dritten Mal können wir ein musikalisches Highlight im Advent erleben:

Die Kantaten I und III aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach werden in unserer schönen und winterlich kalten St. Marienkirche aufgeführt!

Als besonderes musika-lisches Erlebnis wird auch das „Magnificat in D-Dur“ in St. Marien erklingen.

Aufführende

Sopran I: Sara Mengs, Leipzig

Sopran II: Dr. Sigrid Biffar, Greifswald

Alt: Anna Kunze, Berlin

Tenor: Philipp Pohlhardt, Leipzig

Bass: Tobias Mengs, Leipzig

Kantorei St. Marien zu Bergen auf Rügen

Orchester: Absolventen/Studierende der HMT Rostock

Blechbläserensemble: Alexander Pfeifer, Leipzig

Cembalo: Frank Zimpel, Leipzig

Leitung: Kantor Frank Thomas

Eintritt: 15,00 € (Erwachsene); ermäßigt 10,00 € (Schüler, Studenten) Die Kasse öffnet eine Stunde vor Beginn.

Karten gibt es nur an der Abendkasse, Kartenreservierung unter 03838 25 35 24.

Da unsere St. Marienkirche nur sehr partiell beheizt sein kann, werden wir ein wirklich an die Bachzeit angelehntes Konzerterlebnis haben können....Also bitte unbedingt geeignete Kleidung und auch Kissen oder Decken mitbringen!

Es wäre schön, wenn ganz viele Menschen zu diesem besonderen Konzert hier in St. Marien kommen. Nicht nur, dass es seit der letzten Aufführung vor zwei Jahren eine große Nachfrage zur Wiederaufführung gab. Wir haben auch wieder Bachpreisträger für die Aufführung gewinnen können. Ambitionierte Solisten und engagierte Musiker bereiten sich auf dieses Konzertereignis intensiv vor.

Auch die Kantorei hat mit den intensiven Proben begonnen – Sängerinnen und Sänger der Insel Rügen und weit darüber hinaus tragen dieses bedeutende musikalische Projekt mit.

Das Besondere ist die Integration von Bachs „Magnificat in D-Dur“, quasi die Sichtweise der Maria als Mutter Jesu auf das kommende Geschehen. Dieses große 5-Stimmige Werk ist in der „Königstonart“ D-Dur geschrieben (wie der Eingangschor des Weihnachtsoratoriums) und ist eines der bedeutendsten Werke J. S. Bachs. Vielleicht erinnern Sie sich an die Premiere des Magnificat in Bergen im Herbst 2012. Die damalige Aufführung wurde sogar vom „Bach-Archiv-Leipzig“ umfangreich begleitet und dokumentiert.

Ein Konzert dieser Größenordnung finanziert sich nicht allein durch den Eintritt. Wenn Sie die Finanzierung des Konzerts unterstützen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

Zum einen gibt es eine bestimmte Anzahl personalisierte "Sponsorenkarten" im Wert von 100,00€. Diese garantieren einen warmen Sitzplatz in "bester Lage“; auf Wunsch kann eine namentliche Nennung im Programmheft erfolgen.

Daneben gibt es die Möglichkeit, über den "Freundeskreis für Musik in der St. Marienkirche zu Bergen auf Rügen e.V." die Finanzierung abzusichern. Das Spendenkonto lautet:

Pommersche Volksbank e.G. IBAN DE55 1309 1054 0006 5669 79, BIC GENODEF1HST

Spendenquittungen werden auf Wunsch gerne ausgestellt.

Hier die Adresse im Internet http://www.freundeskreis-stmarien-bergen.de/Freundeskreis.htm

Frank Thomas

Kantor an St. Marien zu Bergen auf Rügen

Kreiskantor für Rügen

Besuch von Texel

Vom 8. bis 12. September hatten wir Besuch von der nord-holländischen Insel Texel in unserer Gemeinde. Die jährlichen Treffen finden abwechselnd auf Rügen und Texel statt. Begonnen hat diese Tradition und Freundschaft mit einem Besuch der Niederländer im Jahr 1992.

Unser Treffen begann mit dem Empfang der Gäste am Donnerstagabend. Nach einem gemeinsamen Abendessen und vielen Gesprächen ging es in die Quartiere.

Der Freitag stand nach unserem Programm zur freien Verfügung. Eine Gruppe zog es z. B. nach Hiddensee.

Am Samstag trafen wir uns in Middelhagen zu einer historischen Schulstunde im Schulmuseum. Auf unter-haltsame Art lernten wir von „unserer Lehrerin“ Frau Damp viel über den Schulalltag vergangener Zeiten. Danach ging es zum Mittagspicknick nach Groß Zicker auf den Kirchhof. Gut gestärkt brachen wir bei schönstem Wetter zu einer kleinen Wanderung auf den Bakenberg auf. Die Kinder und Jugendlichen zogen es vor, an den Strand zu fahren. Am Nachmittag ging es zurück nach Bergen, denn die Gastgeber hatten ja auch noch Vorbereitungen für den offenen Abend im Gemeindehaus zu treffen.

Hier hatten einige „treue Seelen“ schon einiges vorbereitet. Das Krimi-Dinner führte uns durch die Essenszeit. Michaela Hempel hatte sich eine spannende Story ausgedacht. Die Auflösung war sehr lustig, und alle Mitwirkenden und Zuschauer hatten viel Spaß. Auch beim Anreisebericht von Hans Huizing kam der Humor nicht zu kurz. Der Abend endete in vielen Gesprächsrunden kurzweilig.

Im Sonntagsgottesdienst gab es einen „kleinen Act“ unserer Gäste, und es wurde als Gastgeschenk ein Druck von Marc Chagall zum „Hohelied der Liebe“ überreicht. Nach einem ausgiebigen Kirchenkaffee, fuhren wir zum Gutshaus Boldevitz. Hier erfuhren wir von Herrn von Wersebe viel zur Geschichte des Guts. Danach wurden uns die restaurierten „Hackertschen- Tapeten“ gezeigt. Zu guter Letzt wurde uns noch die Kapelle des Guts gezeigt. Zum Abschluss sangen wir dort ein „Laudate omnes gentes“. Zur Kaffeezeit trafen wir uns dann am Segelstützpunkt Grubnow, ein idyllischer Fleck bei Neuenkirchen, bekannt auch aus der Fernsehserie „Hallo Robbie!“. Hier gab es neben Kaffee und Kuchen, Gesprächen und Abendessen einen herrlichen Sonnenuntergang.

Am Montagmorgen verabschiedeten wir unsere Gäste am Gemeindehaus. „Auf Wiedersehen 2017 auf Texel!“

Tino Mehner

Ausflug des Bastelkreises am 11.10.2016

Leider konnte Frau Marion Krentz am Ausflug, den sie vorbereitet hatte, nicht teilnehmen.

Dafür sprangen Frau Klode und Herr Rösler ein und chauffierten uns auf schönen Wegen zur Grahler-fähre. Dort war in der heimeligen Gaststube liebevoll die Kaffeetafel gedeckt und wir genossen zauberhafte Torten / Kuchen bei Kerzenschein und Plauderei.

Danach fuhren wir nach Altefähr. Dort wurden wir in der Kirche empfangen und bestaunten die bunte Ausgestaltung von St. Nikolai und die vielfältigen Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten.

Christiane Schneider

Kollekte Erntedankfest

Die Ausgangskollekte des Erntedankgottes-dienstes war nach KGR-Beschluss für die Rügener Tafel bestimmt. Es wurde eine Kollekte von 254 € gesammelt. Für die Aktion “Brot für die Welt” wurden ebenfalls 254 € gesammelt.

Vielen Dank allen Gebern!

Gemeindekirchgeld

Wer sein Gemeindekirchgeld für 2016 noch nicht gezahlt hat, sei noch einmal daran erinnert. Die Einzahlung kann während der Sprechzeiten im Gemeindebüro erfolgen. Denjenigen, welche durch Ihre treuen Gaben unsere Gemeindearbeit unterstützt haben, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.

Weihnachten im Schuhkarton

Für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton wurden 53 Päckchen sowie 202 € Geldspende (für Porto, etc.) gesammelt. Einen herzlichen Dank an alle Geber und Unterstützer der Aktion.

Kollekten am Heiligabend

Die Kollekten am Heiligen Abend sind für die Aktion “Brot für die Welt” bestimmt. In diesem Jahr beginnt die 58. Aktion “Brot für die Welt”. Ziele sind unter anderem: sauberes Trinkwasser, nachhaltige Landwirtschaft und der Erhalt von Handelsstrukturen welche kleinbäuerliche Erzeuger nicht benachteiligen.

Feierabend: Gemeinschaft - Glaube - Leben

Am 4. November fand für dieses Jahr der letzte Feierabend-Gottesdienst statt. Diesmal wieder im Pflegeheim in Rotensee. Es war eine kleine, aber herzliche Runde von etwa 30 Leuten. Das Thema des Abends war Gemeinschaft.

Im Laufe des Abends galt es zuallererst herauszufinden: Wen haben wir denn vor uns? Also was sind das für Personen in unserer Ge-meinschaft. Das ging am besten mit einem Spiel. Ein langes Seil wurde kreuz und quer durch den Raum gespannt, von einer Person zur nächsten. Der, bei dem das Seil jeweils ankam, musste einen Satz ergänzen und etwas über sich preisgeben. Zum Beispiel: „Man darf sich meinetwegen über alles lustig machen, aber nicht über…“ oder „Ein Kinderlied, das ich immer noch auswendig kenne…“ oder „Keinesfalls verzichten könnte ich auf…“ Danach konnte er das Seil an eine beliebige andere Person weitergeben. Am Ende war aus dem Seil ein Netzwerk geworden und wir wussten über jeden Teilnehmer eine Sache mehr.

Im Anschluss sprach Cornelius Bach darüber, was Gemeinschaft ausmacht und was sie verhindert. Um zu verdeutlichen, wie tragfähig die Gemeinschaft zwischen Gott und uns ist, stieg er in einen Klettergurt und befestigte ein Kletterseil mit Karabiner daran. Deutlich wurde: So ein Seil hält auch, wenn ich selbst loslasse. So ist es auch mit Gott. Und diese Gemeinschaft ist kein Krampf. Ich fühle mich nicht angebunden, sondern Gemeinschaft mit Gott macht Spaß. Wenn meine Verbindung zu Gott stimmt, können sich auch andere bei mir einklinken. Dann kann auch Gemeinschaft untereinander gelingen, weil ich von menschlicher Gemeinschaft nicht alles erwarte. Gott hält mich ja. Wir wurden ermutigt Gemeinschaft mit Gott, aber auch untereinander zu wagen. Als Andenken bekam jeder einen kleinen Karabinerhaken mit einem Seil geschenkt. Es sollte ermutigen, im Alltag Gemeinschaft zu suchen und sich anderen zu öffnen.

Das konnte im Friedensgruß zum Schluss des Feierabends gleich ausprobiert werden. Hier wurde die bereits gewachsene Gemeinschaft sichtbar, war doch so mancher Friedensgruß mit einer herzlichen Umarmung verbunden. Und dann hieß Gemeinschaft natürlich auch noch gemeinsam essen und miteinander erzählen. Alles in allem ein richtig guter Feierabend.

Lydia Böttger

Neues von „nebenan“

Bei „nebenan“ gibt es gute Nachrichten: Lydia Böttger möchte längerfristig in Rotensee bleiben! Ihr jetziger Arbeits-vertrag läuft nur bis Juli 2017 und schon länger stand für alle Beteiligten die Frage, wie es danach weitergeht. Für Lydia ist die Situation als einzige Hauptamtliche hier in Rotensee nicht einfach. Nach längerem Überlegen und Beten ist ihr aber deutlich geworden, dass Gott sie hier haben möchte – auch unter den derzeitigen Umständen. Für uns als Team, aber auch für die Menschen hier in Rotensee ist das unglaublich kostbar.

Was eine Verstärkung durch eine weitere Person angeht, sind wir derzeit hoffnungs-voll. In erster Linie fehlt eine geeignete Person. Das ist ein Gebets-anliegen, wofür Sie gerne mit beten können.

Cornelius Bach

Ende August erhielten wir die traurige Nachricht vom Heimgang unseres ehemaligen Gemeindepädagogen und Predigers Torsten Schott. Er starb am 19. August nach langer schwerer Krankheit in seiner Heimat und im Kreis seiner Familie.

Torsten Schott war in Bergen vom 01.10.1989 bis 31.08.1994 angestellt.

Aus dem vorigem Gemeindebrief
St. Marienkirche Bergen
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